Das große Finale der Triologie, der eine Ring wird vernichtet.
Story:
Nach der siegreichen Schlacht bei Helms Klamm gegen Sarumans Truppen geht's auch schon direkt weiter. Frodo und Sam, immer noch von Gollum/Smeargol (irre)geführt, nähern sich langsam aber sicher Mordor, wo der Ring im Schicksalsberg vernichtet werden soll. Doch gierig, wie Gollum nun mal ist, leitet er die zwei direkt in eine Falle, in die Höhle einer riesigen Spinne. Er glaubt sich sicher Sache schon sicher, doch natürlich hat er die Rechnung ohne die beiden gemacht.
Auch für Aragon, Legolas und co. geht's noch mal hoch her, denn die Orktruppen - dieses Mal unter direkter Leitung von Sauron - haben ordentlich aufgerüstet und bereiten den Angriff auf Gondor vor. Die Lage erscheint fast aussichtslos, doch Aragon kann eine Geisterarmee dazu überreden, für das Gute zu kämpfen.
Es ist logischerweise schon lange vorher abzusehen, dass Frodo den Ring vernichten wird, schließlich handelt es sich um einen Hollywood-Film, und da muss das Gute natürlich gewinnen. Allerdings hätte man das Ganze - wie schon bei den Vorgängern - nicht so breit auswälzen müssen. Der letzte der 3 Filme läuft schon in der normalen Version etwas über 3 Stunden und das ist eindeutig zu viel des guten. Positiv zu bemerken ist zwar, dass es im Gegensatz zu "Die Zwei Türme" wesentlich mehr Action gibt, aber auch die kann die ganzen Lücken in der Laufzeit selbstverständlich nicht vollständig schließen.
Den Vogel schießt dann aber das Ende - welches einfach kein Ende nehmen will - ab. Gut und gerne 20 Minuten vergehen noch mal, nachdem der Ring vernichtet und Aragon zum König gekrönt wurde. Und eine Minute ist schnulziger und peinlicher als die andere. Das zieht den Film nicht nur unnötig in die Länge, sondern auch die Wertung derbe nach unten. Es passiert nach der Krönungszeremonie absolut nichts mehr von Belang, also stellt sich mir die Frage, warum Peter Jackson das unbedingt noch zeigen musste.
Tricktechnisch werden noch mal alle Register gezogen und auch wenn viel aus dem Computer kommt, siehen vor allem die Schlachten doch sehr beeindruckend aus. Die musikalische Untermalung ist zwar passend, aber nicht unbedingt mein Ding.
Ich persönlich würde mich freuen, wenn es irgendwann mal eine Slapstick-Parodie auf alle drei Filme geben würde. Mehr Verarschungsmöglichkeiten als bei diesen Filmen gibt es wohl nirgendwo anders.
Fazit: Ein würdiger Abschluss der Triologie, der nur durch die üblichen Zwischenszenen und das indiskutable Ende ein paar Punkte einbüst.
7 von 10 Punkten