Review

Fehlt also noch der Abschuss der Trilogie, welcher sich in meinen Augen als Schnittmenge der ersten beiden Teile präsentiert. Dominiert in der ersten Hälfte noch der Spannungsaufbau und schraubt die Erwartungshaltung an den Restfilm in die Höhe folgt danch ein extrem langes Finale daß an biblischem Ausmaß die Bibel selbst wie eine nüchterne Bedienungsanleitung aussehen lässt. Natürlich wurden wieder alle Aspekte der Geschichte sorgsam für das Medium Film umgesetzt. Kurzum: auch hier gibt es wieder wenig gegen auszusetzen, wenn man den ein Herz für derart pathetisches hat. Aber weil es mir ja nunmal Spass macht im Müll zu wühlen, hier einige der kaum ins Gewicht fallenden Kritikpunkte.

1. der totale CGI Schlachten Overkill steht immer kurz davor, zu einer gewaschenen Reizüberflutung zu führen. Hier wäre weniger etwas mehr gewesen und sicherlich dann auch im Einzelfall wirkungsvoller. Zudem sehen einige Effekte, wie z.B. die heran oder wegzoomende Außenansicht von Minas Tirith sehr steril aus, so Playstation One mäßig.

2. Es wird etwas arg schwülstig zwischen Sam und Frodo. Wenn Sam zum x-ten Mal zum Monolog ansetzt und über die Rückkehr ins Auenland daher fantasiert reagiert man doch eher genervt.

Bemerkenswert allerdings wie es geschafft wurde trotz zum Teil nicht gerade unwesentlichen Abweichungen vom Original der Vorlage gerecht zu werden. Wohl mit Abstand der Teil der Trilogie, bei der beim Anfertigungsprozeß des Drehbuchs am meisten auf eigene Faust losgeschrieben wurde.

Ansonsten bleibt alles beim alten. Wer die ersten beiden nicht leiden konnte wird hier natürlich auch nicht plötzlich froh. Alle anderen freuen sich. Punkt.

09/10

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