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Mit der „Herr der Ringe“-Trilogie hat Peter Jackson ohne Zweifel ein beeindruckendes Stück Filmgeschichte geschrieben. Und nach 2 hervorragenden Filmen (wobei ich allerdings den zweiten Teil der Trilogie ein wenig schwächer fand) gibt es hier nun erwartungsgemäß das große Finale und hier hat Mr. Jackson auch definitiv sein Meisterstück abgeliefert! Endlich kommt es zur finalen Auseinandersetzung zwischen den Verteidigern Mittelerdes und der dunklen Streitkraft Saurons. Und endlich gelangen Frodo und sein bester Freund Sam unter mächtigen Strapazen zum Schicksalsberg, wo der Ring zerstört werden soll. Bevor ich den Film gesehen habe, hatte ich die Befürchtung, dass der Film es nicht schaffen könnte, alle Handlungsstränge des Buches unter einen Hut zu bringen und das die Story, wie beim zweiten Teil, wieder einige unnötige Storyänderungen ausweist. Doch diese Befürchtung erwies sich als unnötig. Tatsächlich wird die Story des Buchs (größtenteils) vollständig dargestellt, und wenn ein wenig abgewandelt wurde, dann so, dass es selbst Fans der Bücher kaum sonderlich stören wird. Verständlich ist, das z.b die Befreiung des Auenlandes am Schluß des Buches weggelassen wurde, das hätte viel zu weit geführt!

Es lässt sich sagen: Teil 3 ist NOCH größer, NOCH bombastischer und NOCH emotioneller geworden, als die ersten beiden. Angefangen bei der sensationellen Schlacht bei Minas Tirith, die ein Feuerwerk an rasanter Kampf- und Tricktechnik bietet. Dagegen war selbst die Schlacht von Helms Klamm aus Teil 2 noch eine ganze Nummer kleiner! Ziemlich gut hat mir auch die Monsterspinne gefallen, sie macht einen wirklich realistischen Eindruck und die Location ist dem Buch sehr gut nachempfunden worden. Die Schlacht vor dem schwarzen Tor ist ebenfalls hervorragend, und wenn dann der große Turm Saurons vor den Augen der Kämpfenden einstürzt, dann ist das mit kaum einem anderen Wort als „ergreifend“ zu bezeichnen. Die verschiedenen Locations sind atemberaubend; das mächtige, die Größenordnung, in der sich die Geschehnisse abspielen, haben die Macher genau getroffen. Auch die Schauspieler haben hier noch einmal alles gegeben. Besonders gut gefallen hat mir Sean Astin als Sam, der hier trotz der Intrige Gollums unbeirrt zu Frodo hält und gegen die Spinne Kankra kämpft. Aber gut sind sie hier letztendlich alle, generell hat Peter Jackson eine sehr gute Schauspielerriege für die Trilogie gefunden. Dass viele noch um 2000 „unbekannte“ Namen aus HdR mittlerweile sehr erfolgreich und gefragt sind, ist nicht verwunderlich. Fazit: „Die Rückkehr des Königs“ ist erwartungsgemäß der krönende Abschluß eines beispiellosen Filmprojekts, welches dazu beigetragen hat, dass auch ich zum „Tolkien-Fan“ geworden bin. Peter Jackson hat den Stoff der Bücher alles in allem ausgezeichnet umgesetzt, wäre nicht schlecht wenn er sich auch irgendwann noch den „kleinen Hobbit“ filmisch vornimmt!

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