Noch imposanter, noch gewaltiger, noch epischer trumpft der dritte und letzte Teil der "Ringe-Saga" auf.
Das Fantasy-Epos und Kult-Werk "Der Herr der Ringe" findet mit "Die Rückkehr Des Königs" ein Ende auf der Leinwand. Der mit Spannung und hohen Erwartungen herbeigesehnte dritte Teil ist der mit der größten Laufzeit und gleichzeitig besitzt er zweifelsfrei die größten Actionsequenzen der Reihe.
Selbst wenn die epischen Schlachten, wie beim Vorgänger, auf sich warten lassen belohnen sie die Zuschauer vollkommen. Diese übertreffen jegliche Vorstellungskraft und das Ausmaß des grenzenlosen Spektakels versetzt alle Betrachter in regungsloses Staunen.
Erneut hielt Jackson imposante Landschaftsaufnahmen fest, auf denen sich dann unzählige Lebewesen in Schlachten tummeln, wo nirgendwo an bombastische Special Effekts gespart wurde. Hingegen allen Erwartungen und zum Vergnügen des Publikums übertrifft die Schlacht um Minas Tirith bei Weitem sämtliche verfilmte Schlachten der Filmgeschichte. Die Kämpfe sind durchweg abwechslungsreich und unterhaltsam kreiert und das will etwas heißen, bei einer Dauer von ungefähr einer Stunde. Abwechslung bringen zudem die neuen Völker ein, die nach und nach als Verstärkung zur letzten entscheidenden Schlacht hinzu stoßen.
Seien es nun die Söldner, auf deren Erscheinen wir in "Die Zwei Türme" schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen haben, oder die übermächtigen Toten aus den tiefsten Regionen Mittelerdes, die Kämpfer bieten noch nie gesehene Unterhaltung.
Leider sind die Auftritte der Toten, wenngleich auch unmissverständlich, nur sehr kurz und weniger detailgetreu in Szene gesetzt als die Gemetzel der übrigen Heerscharen, aber da diese erst zu später Stunde eintreffen ist dies nicht allzu tragisch, denn die Zuschauer sind in den voran gegangenen 45 Minuten reichhaltig an Action bedient worden.
Positiv anzumerken ist noch, dass, im Gegenteil zu den Kämpfen des Vorgängers, fast jeglicher Witz wegfällt, was dem Ganzen ein ernstzunehmenderes Gesamtbild verleiht.
Auch wenn die kleinen verbalen Keilereien zwischen Legolas und Gimli einen gewissen
Unterhaltungswert hatten wirken sie im Großen und Ganzen unpassend zu den Geschehnissen auf Mittelerde.
Jedoch sind die Schlachten nur eine Seite des, meiner Meinung nach, Film des Jahres, denn auch die übrigen Charaktere und Handlungen, die nicht direkt mit den Kämpfen zu tun haben sind sehr aufschlüssig und fesselnd.
Während wir Frodo, Sam und den schizophrenen Golom auf ihrer Reise in die Höhle des Löwen begleiten, bzw. der Spinne, werden wir von spektakulären Weitwinkelaufnahmen der Landschaft Neuseelands verwöhnt. Auch diese bieten massig Abwechslung. Befinden wir uns anfangs noch im sumpfigen Terrain, schweben wir schon bald in schwindelerregenden Höhen und können halb Mordor überblicken.
Die Weiterentwicklung der Charaktere, bei ihrer Reise, ist sehr liebevoll und lebensnah in Szene gesetzt. Man kann mit den beiden kleinen Hobbits richtig mitfühlen und bekommt dadurch einen kleinen Einblick in das, was sie auf ihrer Reise durchmachen müssen.
Zum Abschluss des Films, wenn sich Alles zum guten gewandt und jeder seine Heimat erreicht hat, kommt das große Abschied nehmen und viele, beinahe vergessene, Figuren aus den voran gegangen Teilen haben einen letzten kleinen Auftritt.
Spätestens jetzt ist auch der letzte Fan den Tränen nahe, wenn er auch nur ein kleinwenig mit den Akteuren mitgefiebert hat und auch für ihn heißt es Abschied nehmen, von Frodo, Sam und Mittelerde.