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Ja, müssen das damals schöne Zeiten gewesen sein. Damals, als sich 3-D-Filme alla "Und wieder ist Freitag der 13" oder "Jaws 3D" in die Kinos schlichen und ihrem Zuschauer ein wohliges Erlebnis in der dritten Dimension bescherten. Heutzutage gibt es so etwas meist nur noch in viel zu teuren, wenn auch genialen, Vorstellungen der Kinokette IMAX! Im normalen Kino läuft da eigentlich gar nicht mehr. Und wenn dann doch mal etwas kommt, dann sind die 3D-Effekte meist nur dazu da, um den sonst sauschlechten Film, in einem etwas besseren Licht dastehen zu lassen. Wie es bei aktuellen "Spy Kids - Mission 3D" ist, weiß ich leider noch nicht. Bein Horror-Schocker "The Park" trifft diese Tatsache aber fast zu.

Die Story zu "The Park" kann sich leider nicht mal in die breite Masse der billigen Teenie-Schocker-Storys einreihen, denn so etwas wie eine Geschichte ist hier so gut wie gar nicht zu finden. Ganz dünn wird einem am Anfang erklärt, dass ein Vergnügungs-Park wegen eines toten Kindes geschlossen wurde und das sich 15 Jahre später ein paar Teenies auf den Weg gemacht haben, um in diesem Park nach einigen vermissten Kindern zu suchen. Und das sich dort ein paar Geister eingenistet haben. Das wars dann aber auch schon. Eine wirkliche Handlung ist kaum auszumachen, meist sieht man diesen Teenies nur dabei zu, wie sie durch den verlottereten Park stapfen und einer nach dem anderen auf mysteriöse Weise verschwindet. Eine glaubwürdige Erklärung wird einem dafür nicht geboten, nur eine der schon sehr abgelutschten Lösungen, die einem wirklich nicht zufrieden stellt. Zudem sind natürlich auch wieder Logiklücken in Masse enthalten, von Filmdurchhängern mal ganz zu schweigen.

Schockeffekte sind zwar reichlich gesät worden, aber so richtig schrecklich sind sie leider kaum. Alte Horror-Hasen werden hier nur Müde abwinken und Anfänger dürften auch nicht allzu große Angst bekommen. Meist ist alles wirklich sehr zahm und stark vorhersehbar geraten, trotz der großen Mühe die sich in diesem Punkt eigentlich gemacht wurde.

Denn was die Sounduntermahlung angeht ist das ganze Treiben top, vor allem im Heimkino. Nahezu durchgehend wird man mit allerlei schauerlichen Soundeffekten nur so zugedröhnt, dass es nur so eine Freude ist. Geisterstimmen, unheimliche Geräusche, knarrende Dielen u.v.m. gibt es hier so oft und so laut zu hören, dass man fast schon wahnsinnig davon werden könnte. Hier haben sich die Soundmacher wirklich Gedanken gemacht, damit alles wirklich perfekt untermahlt zur Geltung kommt. Währe alles nur ne Spur intelligenter gesetzt worden, hätte der Tumult seine Wirkung sicher nicht verfehlt.

Und natürlich sind es auch die vorhandenen 3D-Szenen die Spass machen. Neben dem Vorspann werden zwar leider nur drei kurze Szenen in dieser Technik geboten, doch die haben es in sich. Die Technik funktioniert hier wirklich einwandfrei und die visuellen Schmankerl dieser Szenen sind wunderbar anzuschauen und vermitteln einen guten Einblick in die dritte Dimension. Schade nur, dass es eben nur wenige Filmminuten sind, die in dieser Art und Weise erstrahlen, aber immerhin.

Dafür ist aber das Ende dann wieder total schrottig geworden. Bevor der Film entgütig vorbei ist, muss sich der Zuschauer noch durch knapp 10 Minuten rührseeligem Film-Gesülze quälen, mit einer durchgehend heulenden "Heldin" und einem typischen "Der Horror ist noch nicht vorbei"-Schluss.

Zu den Darstellern sei nur soviel gesagt: unter Teenie-Horror-Niveau! Alles klar?

Fazit: Mäßiger Geister-Gruselstreifen, dem es (selbst für das Genre) sowohl an Story, als auch an gut gesetzten Schockeffekten, sowie einer gewissen Atmosphäre fehlt. Zwar ist die technische Seite einwandfrei, Sound und 3D-Szenen können wirklich gefallen, doch um wirklich gruselig zu sein, fehlt es noch ein ganzes Stück. Aufgrund der gelungenen technischen Umsetzung und der Seltenheit von 3D-Kino-Filmen, bin ich mal bei meiner Note etwas gnädig! Ohne diese technischen Schmankerl wären maximal 3 Punkte drin gewesen!

Wertung: 5/10 Punkte

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