Der junge Zach Raymond ist ein cleverer Teenager, der in seiner Freizeit gern Home-Videos mit selbst gebastelten UFO-Effekten versieht, um so die lokale Presse zu foppen. Dummerweise fliegt sein letzter Schwindel gehörig auf und so fängt er sich nicht nur einen ordentlichen Anschiss von seinen Eltern ein, sondern steht auch auf verlorenem Posten, als eines Tages tatsächlich eine Invasion der Außerirdischen ansteht, denn niemand will ihm nun seine Geschichte glauben. Erst als sein Heimatstädtchen komplett von den Arschkacktoiden (oder so ähnlich) entvölkert wurde, kommt seine Schul-Freundin Cara dahinter, dass das alles ja wohl eine verdammt große Ähnlichkeit mit der populären Comic-Heftreihe "The Dark Ones" hat. Als die beiden Kids M.K. Ultra, den Schöpfer der Serie, aufsuchen, erfahren sie von diesem, dass er sich die ganze Geschichte rund um die Analspackoiden von dem ehemaligen Kampf-Piloten Bob geklaut hat, der in irgendeiner Klapse hockt und wirren Scheiss über Alien-Angriffe von sich gibt. Nachdem man Bob befreit hat, kommen unsere Helden auch ziemlich schnell dahinter, wie der Hase eigentlich läuft. Die einzige verbliebene Hoffnung für die Menschheit ist nun ein vor Urzeiten auf der Erde verschollenes Kampfschiff, das in irgendeiner Militär-Basis vor sich hin gammelt. Zach und Cara tun nun, was sie tun müssen, nehmen den Hobel mit dem schönen Namen "Laserhawk" wieder in Betrieb und treten den Fucksackhämorrhoiden kräftig in den Arsch... Wenn die "Star Wars"-Sequel-Trilogie von Disney irgendetwas Gutes an sich hatte, dann dass sie "Luke Skywalker" Mark Hamill ein wenig aus der schauspielerischen Versenkung geholt und ihm zu einem kleinen Comeback verholfen hat... und dieser nun auf seine alten Tage sein Dasein nicht in Direct-to-Video-Abschreibungs-Scheisse wie dem kanadischen "Laserhawk" fristen muss. Ein ähnliches Glück hat vielleicht auch mal Jason James Richter, der als Child-Actor in dem Familienfilm "Free Willy - Ruf der Freiheit" zu einer gewissen Popularität kam, sich nur wenige Jahre später aber nun schon als Hauptdarsteller in der vorliegenden Science-Fiction-Klamotte wiederfindet. Das Ganze wäre da wohl gerne so eine Art "The Last Starfighter" für die 90er Jahre geworden, fährt sich aber aufgrund seiner minderbemittelten Machart voller sackhässlicher CGI-Effekte, Filmfehler und absurden Details schnell selbst gegen die nächstbeste Wand und berappelt sich über den Rest seiner - viel zu langen - 102minütigen Laufzeit auch nicht mehr. Technisch dümpelt "Laserhawk" hingegen gerade mal auf dem Level eines (sehr lausigen) Fernsehfilms herum und besticht primär durch seine kackhässliche Optik, die da vermuten lässt, dass das zur Verfügung gestandene Budget (nach Abzug von Hamills Gage, versteht sich!) nicht allzu üppig gewesen sein dürfte. Regisseur Jean Pellerin, der auch weniger für seine Spielfilm-Arbeiten, sondern seit den 80ern doch mehr für seine Musikvideos und Doku-Features aus dem Rock und Metal-Bereich bekannt sein dürfte, versaubeutelt die Chose schlussendlich dadurch, dass er sie zu einer Billigheimer-Version von "Independence Day" und "Fliegende Untertassen greifen an" verkommen lässt und gleichzeitig das bescheuerte Ende von Brian De Palmas "Mission to Mars" vorwegnimmt. Fazit: Sogar für Grundschüler zu blöd. Kleiner Throwaway-Gag am Rande: In einer Szene ist an einem Kino eine Doppel-Vorführung von "Cyberjack" und "X-Tro II: The Second Encounter" ausgeschildert, bei denen Produzent und Drehbuch-Autor John A. Curtis ja auch seine Finger im Spiel hatte... und die waren beide nicht toll, aber doch besser als das hier, ey...!
2/10