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Nach wie vor ist Jesse Katzur in der Rolle des jungen Benny zu sehen, der zusammen mit seinen beiden besten Freunden den Wagen der Eltern Johnnys, gespielt von Zachi Noy, zu Bruch fährt. Da die drei Geld für die Reparatur benötigen, noch bevor Johnnys Eltern aus dem Urlaub zurückkommen, nehmen sie Jobs in einem Hotel an, wo sie sich natürlich besonders um die weiblichen Gäste kümmern.

Dass Filmreihen, die auf einem erfolgreichen ersten Film aufbauen, trotz eines immer offensichtlicher werdenden Mangels an neuen Ideen Sequel um Sequel erweitert werden und dabei immer weiter an Qualität verlieren, ist man im Grunde gewohnt und auch die "Eis am Stiel"-Reihe, die man besser mit dem fünften Teil beendet hätte, ereilt dieses Schicksal, das man besonders bei der "Police Academy"-Reihe Teil für Teil mit Ansehen musste, nun. Dabei kann der siebte Teil aber immerhin den unmittelbaren Vorgänger noch einmal leicht übertreffen.

Neues geboten wird dennoch überhaupt nicht. Das Konzept ist 1:1 das alte, mit einem schnellen Erzähltempo, stimmig gewähltem Soundtrack, einem bisschen nackter Haut und den drei gewohnten Hauptdarstellern, deren Gesichter sich bereits mit den vorangegangenen Teilen zunehmend verbraucht haben, worunter auch die Sympathiewerte für das altbekannte Trio leicht leiden. Und die deutlich sichtbare, offenkundige Einfallslosigkeit, an der auch der zweite Regiewechsel im Laufe der Reihe hin zu Walter Bannert, der Davidson und Wolman beerbt, nichts ändern kann, sorgt im Endeffekt dafür, dass die israelische Produktion nicht so recht unterhalten will.

Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass sich die Gags noch weiter verbrauchen, eben weil wirklich nichts erwähnenswert Neues vorhanden ist. Die Liebesgeschichte rund um den schüchternen Benny und das neuste Objekt seiner Begierde ist dabei zudem alles andere als wirklich romantisch oder emotional, wirkt vielmehr, als wolle man auch hier das Pflichtprogramm mit aller Macht erfüllen, so ist die Story einmal mehr lediglich ein unmotiviert zusammengeschustertes Vehikel für ein paar Gags und nackte Haut.

So bleibt am Ende ein Film, der eine etwas höhere Gagdichte als sein Vorgänger hat und im Endeffekt zumindest punktuell vom neuen Schauplatz, dem Hotel, profitiert und mit seinem zügigen Erzähltempo auch nicht so richtig langweilig wird. Doch am Ende kommt ein Film, der seine unmotivierte, einfallslose Machart derart offenkundig zur Schau stellt, definitiv nicht über das graue Mittelmaß hinaus.

Fazit:
Viel zu sagen gibt es zu "Eis am Stiel 7" nicht: Es bleibt alles beim Alten und leidet unter seinem zunehmenden Verschleiß, sodass der Film, der seinen Vorgänger zumindest im Ansatz übertrifft, in den Tiefen des grauen Mittelmaß versinkt.

47%

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