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Oh man! Das waren noch Zeiten. Zeiten, in denen drei israelische Jungs alles aufgerissen haben, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Als jeder 12 Jährige schon einen Ständer kriegte, wenn er sich eine "Eis am Stiel"-Klamotte anschaute und sich dabei gleichzeitig über die trivialen Abenteuer von Benny, Bobby und Johnny totlachen konnte. Zugegeben, als ich in dem Alter war ging es mir ähnlich. Ja ich würde sogar behaupten wollen, dass die "Eis am Stiel"-Filmchen so ziemlich die ersten Erfahrungen in Sachen Sexklamotte für mich waren. Und ich würde lügen, wenn ich nicht behaupten würde, dass ich mir sie selbst heute noch ganz gerne mal anschaue, wenn auch mittlerweile ohne Ständer!;) Nur einen Stiel-Film hasse ich wie die Pest. Und das ist dieser strunzlangweilige 8. Teil namens "Summertime Blues"!

Ja, hier stimmt nun leider wirklich überhaupt nichts mehr und nichts davon passt zusammen. Gut, Storymäßig haben die Stiel-Filme nie vom Sockel gehauen. Ehrlich gesagt bin ich sogar am Grübeln, ob da überhaupt jemals so etwas wie eine Geschichte vorhanden war. Doch diese müde Drehbuch, was der "Summertime Blues" zu bieten hat, ist wirklich öder als öd. Im Prinzip geht es um unsere drei Lieblings-spätpubertierende, die an einem Strand eine Bar aufmachen, um damit einige Mäuse anzulocken, sowohl in Geld- als auch in weiblicher Form. Das dieses Unterfangen aber natürlich alles andere als leicht ist, daran haben sie natürlich nicht gedacht. Und somit häufen sich eher die Probleme, als die Mädels. Doch die Jungs geben nicht auf. Hätte was draus werden können, doch wie schon erwähnt, es herrscht absolute Ebbe in Sachen Filminhalt.

Denn an den zwei wichtigsten Details, eines jeden "Eis am Stiel"-Films, fehlt es hier deutlich: Humor und Sex. In Sachen Humor werden dieses mal leider keinerlei Schmunzel-Attacken mehr geboten. Auch wenn schon in den Vorgängern kaum ein wirklicher Brüller zu finden war, zumindest für Leute die schon aus der Pubertät heraus sind, so waren doch die ewig erfolglosen Bagger-Versuche der drei Jungs, wenigstens für durchgehendes Schmunzeln gut zu gebrauchen, so naiv es mitunter auch zuging. Doch hier gibt es leider nicht einmal mehr das. Egal welchen Witz man da auch nimmt, ein jeder versiebt im Sande. Eher fühlt sich der Zuschauer zu Tode gelangweilt, wenn er dabei zusehen muss, wie die Jungs auch noch als erwachsene Männer, mit den ewig gleichen dämlichen Sprüchen, versuchen, irgendwelche Mädels aufzureißen. Nach sieben Filmen sollte da wirklich mal was Neues kommen. Ich jedenfalls konnte wirklich nicht ein einziges mal schmunzeln, geschweige denn wirklich lachen.

Dazu einige wenige Sex-Szenen, die als solche gar nicht bezeichnet werden können und sogar unter Teenie-Sex-Film-Niveau sind. Ein oder zweimal gibt es ein paar nackte Brüste zu sehen (die nicht einmal schön sind) und das wars dann auch schon. Wenn man dagegen an den direkten Vorgänger denkt, der vor Teenie-Erotik ja gerade zu überquoll, hat man hier beinah das Gefühl, dass man hier eher in einer biederen und prüden Strand-Klamotte sitzt, als in einem "Eis am Stiel"-Film. Dazu gehört dann doch der ein oder andere nackte Körper mehr!

Ebenfalls recht trostlos ist die Musikuntermahlung ausgefallen, die nur selten mal an die Hit-verdächtigen Musikuntermahlungen, der Vorgänger, erinnert. Meist säuselt die Mucke nur so vor sich hin, ohne rechte Stimmung verbreiten zu können. Auf jedenfall ist dies der einzige Eis am Stiel-Film, bei dem ich mir die Soundtrack-CD nicht in den Schrank stellen würde.

Einzig und allein die sympathischen Darsteller, können das Ganze ein wenig retten. Yftach Katzur, Jonathan Sagall und natürlich Zachi Noy, sind, in ihren Parade-Rollen, nach wie vor recht nett anzusehen, auch wenn sie vielleicht schon etwas zu alt dafür sind. Aber nun gut, ein anderes Darsteller-Trio hätte man sich da auch nie gewünscht!

Fazit: Unglaublich biederer und sterbenslangweiliger 8. Teil, der legendären und sonst so unterhaltsamen Teenie-Sex-Klamotten-Reihe "Eis am Stiel", die nur noch mit ausgelutschten Gags und maximal 3 Paar nackten Brüsten gefüllt wurde und von daher zu keinem Zeitpunkt an seine Vorgänger heranzureichen vermag. Schade nur um die drei Hauptdarsteller, denen man trotz allem nicht böse sein kann. Jeder Vorgänger ist da besser, witziger und "erotischer", als dieser lahme Ausklang. Da kriegen selbst 12 Jährige keinen Ständer mehr!

Wertung: 2/10 Punkte

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