Review

Zum achten und letzten mal ist Jesse Katzur in der Rolle des jungen Benny zu sehen, der zusammen mit seinen beiden besten Freunden, gespielt von Zachi Noy und Jonathan Sagall, eine eigene Bar eröffnen will. Da sie zunächst keine Miete bezahlen können, führt der einzige Weg zur eigenen Bar über die Tochter des Vermieters, an die sich Benny heranmachen soll.

Während bei "Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" regelrecht Tränen um das Ende der Trilogie vergossen wurden, kann man bei "Eis am Stiel" im Grunde nur fragen, warum man nicht einfach mit dem fünften Teil, der noch wirklich gut war, abgeschlossen hat. Denn dieser miese Abgang hätte der Reihe ruhig erspart bleiben können.

So ist der Film von Reinhard Schwabenitzky, der den schwachen Walter Bannert, der zuvor den einfallslosen siebten Teil inszenierte, beerbt, der schwächste der Reihe. Auch hier sind Innovationen rar, so ist die Inszenierung einmal mehr dieselbe, die man zuvor bereits sieben mal sehen konnte und auch die Story, die rund um die Idee mit der Bareröffnung wohl ein wenig Potential für neue Einfälle geboten hätte, ist erneut allerhöchstens durchschnittlich. Zu kaschieren versucht man dies dadurch, dass man unter Anderem noch einen kleinen, frühreifen Cousin mit ins Geschehen bringt, doch dadurch kommt es mehr zur infantilen Note, als zu einem Hauch von einem frischen Wind.

Ansonsten gibt es nicht viel zum Film zu sagen, immerhin wird ja auch nichts Erwähnenswertes geboten. Die Gagdichte wird stark in Mitleidenschaft gezogen, da der Film dann doch etwas dialoglastig ist, während die drei Hauptdarsteller, die sich spätestens mit dem siebten Teil auch mal verbraucht haben, so allmählich etwas alt für ihre Charaktere werden, denen man ja schon im zweiten Teil keine neuen Facetten mehr hinzufügen konnte. Am Ende ist es ein unterdurchschnittlicher Teeniefilm, der auch mit den, hier im übrigen arg sinnfrei eingestreuten Erotikszenen, nicht mehr so recht punkten kann und wohl besser nie gedreht worden wäre. So sehnt sich das Ganze im Grunde ab der ersten Minute dem Ende entgegen und man hat als Zuschauer genauso wenig Spaß bei der Sache, wie ihn die Macher vermutlich beim Dreh hatten.

Fazit:
"Eis am Stiel 8" ist vollkommen überflüssig und noch weniger unterhaltsam als die beiden, ebenfalls schwachen, direkten Vorgänger und das Ansehen im Grunde auch nicht wert, auch wenn es mit ein paar soliden Gags keine vollkommene Katastrophe ist, die hier geboten wird.

35%

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