Review

Spinnenterror als Direct-to-Video-Material!
Da hab ich doch fünf Minuten gedacht, jetzt wartet eine brauchbare Genreparodie auf uns: mutierte Spinnen aus dem Weltraum landen auf der Erde, während drei Studenten auf der Jagd nach einer hirnigen Alienstory genau in das Desaster reinstolpern.
Leider war es das dann aber auch schon, denn sobald der Raumschiffcrash erledigt wurde, verlagert sich die Chose in einen geheimen (was sonst?) Stützpunkt der Army/des Geheimdiensts/der NASA/ der wasweißich, wo man dann extrem kostensparend eine simple Monsterhatz vom Stapel lassen kann. Der Biß des Riesenviechs ist schön tödlich und einspinnen tut es auch, weswegen es auch bald viele Opfer gibt.

Abgesehen von den halbwegs brauchbaren Spinnenkreationen hat der Film nur Fluchtstandards zu bieten, die genauso hohl sind, wie in 1000 anderen Billigproduktionen auch. Als Klops des Films empfehle ich das Netz im Fahrstuhlschacht, in das Studentin und Student fallen. Sie landen beide auf dem Bauch, drehen sich dann auf den Rücken und kleben erst jetzt fest!!! Und während sie einfach aus ihrer Jacke schlüpft, kommt er natürlich nicht aus der Weste usw.

Natürlich kann Anspruchslosen der Bähfaktor trotzdem gefallen, wenn die großen Spinnenmodelle die Darsteller angreifen und hier und da tauchen die Viecher auch so überraschend auf, daß man mal ordentlich wach wird, aber außer in den Schlüpfszenen (die Spinnen kommen komplett aus dem Mund ihrer Opfer) ist hier nichts Originelles in Sicht, nicht mal beim pyrotechnischen Ende.
Ergo müssen es hier wieder mal Videocover und Klappentext reißen und das werden sie vermutlich auch - deswegen seien alle, die sich informieren möchten, hiermit gewarnt. Reichlich öde und formelhaft. (3/10)

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