Review

Alex Lee ist eine erfolgreiche Bänkerin und nachts eines der bestbezahltesten Callgirls. Eines Abends trifft sie Bruno, einen der skrupellosesten Gangsterbosse der Unterwelt. Sein Spezialgebiet heißt Geldwäsche. Bruno ist von Alexs ausgefallenen Sexpraktiken begeistert. Doch er hat Angst, sie könnte eine FBI-Agentin sein, die man auf ihn angesetzt hat. Er schickt Tony, seinen eiskalten Bodyguard, um sie zu überprüfen. Doch nicht Alex, sondern Tony arbeitet Undercover für das FBI. Er weiß, das Bruno 169 Millionen Dollar Schwarzgeld erwartet und Alexs Bank für seine Geschäfte benutzen will.

Ich werde mit Sicherheit wohl kein Freund mehr des Erotikthriller Genres mehr werden, auch wenn hier bekannte Namen wie Christopher Walken, Anne Heche oder Joan Chan sich die Klinke in die Hand geben. Meist, wie auch hier, gibt es schwülstige Dialoge im Überfluß, so gut wie keinerlei Action und lediglich im letzten Drittel kommt mal so etwas wie Fahrt in die ganze Nummer. Bis dahin dürfen sich die Mädels gelegentlich mal nackig machen, aber wen das gesteigert interessiert kann sich das auch komprimiert auf diversen Internet Seiten anschauen, als Film ist es einfach, für mich jedenfalls, doch recht langweilig und wenn der Thriller Part kommt, hab ich meist im Geiste mit dem Film abgeschlossen.
So gestaltet sich auch Wild Side ziemlich zähflüssig. Da haben wir die Bankmanagerin Alexi, die zwecks Schuldentilgung und ein wenig Vergnügen auch gerne mal die Bordsteinschwalbenperücke auflegt und mit hoppe hoppe Reiter Spielchen und einer Prise Bondage den Beglückten unverschämt viel Kohle aus der Hose leiert. Die Story wirkt dabei doch arg konstruiert, wenn der Gangsterboss sie der FBI Mitgliedschaft verdächtigt, seinen Schergen zur Observierung losschickt, obwohl dieser der Spitzel ist, dann noch ein wenig Lesbelei etc. pp, bis wirklich was passiert, dauert es eben seine Zeit.
Ich hatte auch den Eindruck, das man bei der Produktion sehr sparsam agieren mußte. Wirkliche Schauwerte gibt es kaum. Weder Kulissen noch irgendwelche Requisiten sehen wirklich nach Kinoniveau aus. Darsteller sind in Ordnung, aber warum Nu Image jetzt ausgerechnet den guten Walken hier einsetzt, statt ihn als Bösewicht in den nächsten B-Actioner zu schicken, ich versteh´s nicht. Zudem zünden die doch eher zahmeren Twists nicht so wirklich. Da fehlte mir einfach der typische "das hätte ich jetzt nicht erwartet" Effekt. Das ist so die typische Kategorie, die ich nach einer Woche komplett wieder vergessen hab.
4/10

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