„America’s Most Wanted“ klingt zwar nach MTV-Show, ist dann aber nur 276.Variante von „Auf der Flucht“, in der ein zum Tode Verurteilter als Attentäter rekrutiert wird, nur um anschließend als moderner Lee Harvey Oswald in einem politischen Komplott verheizt zu werden.
Logo, daß er es dabei nicht beruhen läßt und viele ungeahnte Talente aus der seligen Militärzeit auspackt.
Das Ergebnis ist ein etwas vorhersehbarer, aber noch akzeptabler B-Quickie, der mit Jon Voight als Bösewicht und Robert Culp immerhin einige Altmimen versammelt. Hauptdarsteller Keenan Ivory Wayans, der uns später „Scary Movie“ schenkte dagegen mangelt es erheblich an mimischer und darstellerischer Flexibilität und sieht viel zu gewöhnlich aus, um als Actionstar durchzugehen. Er geht zwar ordentlich zur Sache, aber das war’s dann auch. Um ihn rum summt „Crossing Jordan“-Star Jill Hennessy, kann aber zur Handlung auch nicht so viel beisteuern.
Solide inszeniert bleibt das hervorstechenste Merkmal jedoch die Ausgelutschtheit des Themas, das uns diverse Verantwortliche im Hintergrund als undurchschaubare Figuren präsentieren möchte, aber immer wieder scheitert.
Ich hab schon Schlimmeres gesehen, aber es fehlt einfach an Überraschungen und Raffinesse. (5/10)