Inhalt:
China in einer früheren Epoche. Der Tempel der Shaolin beherbergt die "Four Books", wertvolle Handbücher über die Kunst des Kung Fu.
Hinter diesen Büchern ist der so skrupellose wie grausame Kam Fu (Hwang Jang Lee) und seine brutalen Schergen her. Kam Fu will der größte aller KungFu-Kämpfer werden.
Die Bücher werden entwendet, der Abt des Tempels wird getötet, und Master Kwok verschwindet spurlos.
Die Schüler der mit den Shaolin verbündeten Da Mo-Kampfschule, allen voran der mutige Ah Hwang (Dragon Lee), wollen die Bücher wieder beschaffen, und Kwok finden.
Kam Fu ist unüberwindlich..., es kommt zu etlichen Kämpfen, der Leiter der Da Mo-Schule und einer der Da Mo-Kämpfer, der Bruder der schönen Su Ching (Choe Hui-Jeong), werden getötet, Su Ching wird nur durch den Mönch Tai Shan vor dem Zugriff der Männer Kam Fu´s gerettet, und Ah Hwang verliert ein erstes Duell mit Kam Fu.
Ah Hwang gelingt es, verletzt in die Berge zu fliehen. Ein weißhaariger Mann nimmt ihn bei sich auf: Es ist Master Kwok.
Nunmehr beginnt ein umfassendes Training in den Techniken der "Four Books".
Die Lage spitzt sich immer mehr zu, und Tai Shan wird brutal von Kam Fu getötet.
Es kommt schließlich zum ultimativen Show-Down..., und zwischen Kam Fu sowie Ah Hwang und Master Kwok zum überaus harten, blutigen Kampf auf Leben oder Tod.....
Fazit:
So wie King Hu der Meister des seriös-ambitionierten Eastern war, so war Godfrey Ho der Godfather des schnellen, billig gemachten KungFu-Films von der Stange. Dies zumeist in Taiwan oder Südkorea, der Heimat seines bevorzugten Stars Dragon Lee, so auch hier in dieser doch gelungen-starken Produktion, einem erdig-schnörkellosen, knallharten KungFu-Actioner.
Im Jahre 1983 realisierte Godfrey Ho zusammen mit Co-Regisseur und Lokal-Matador Kim Si-Hyeon diesen kernigen Eastern für die Filmgesellschaft "IFD Films & Arts Ltd." in Südkorea.
In gediegenen, steinernen Innenhof-Kulissen, oder einer rauen Natur in Felslandschaften an Abhängen oder klaren Bachläufen mit Wasserfällen..., drehte Godfrey Ho diesen strikt-stringenten KungFu-Streifen, dessen blasse Farben ebenso wie die Hintergründe diesem Film eine überraschend interessante Atmosphäre verleihen.
Die Storyline ist einmal mehr ziemlich einfach, und Ho taucht sogleich in diese simple Story ein, die bewusst durchschaubar und erwartungsgemäß ist und verläuft. Und Godfrey Ho dehnt diese Story nicht durch irgendwelche Wendungen oder Sub-Plots auf knapp 90 Minuten, sondern streut einfach noch mehr KungFu-Fights in seinen reinen Unterhaltungs-Streifen.
"Four Books" of KungFu..., ja die werden entwendet, wer das war ist von Anfang an klar, die Schüler einer Kampfschule wollen die Bücher wieder beschaffen, vor allem einer von ihnen, der Held dieses Films. Und der böse Sauermann im Streifen..., ist unüberwindlich.
Aber der Held trainiert denn fleißig in einem abgelegenen Berg-Gehöft mit uralten Gemäuern, innovatives Training ist einmal auch in diesem Eastern ein gern verwendetes Stil-Mittel..., und es kommt nach einigen Kämpfen und Morden zum unvermeidlichen Show-Down.
Das wrd von der Regie ziemlich stringent und kohärent abgehandelt, die Atmosphäre stimmt, und die Fight-Action rockt. Mehr erwartet der eingefleischte Easternfan nicht, schon gar nicht von diesem Regisseur, dem KungFu-Film-vom-Fließband-Spezialisten Godfrey Ho.
Dragon Lee ist hier der Held, verbissen-grimmig ist seine Mimik, sein Hintergrund wird erst gar nicht durchleuchtet, er ist einfach da, will die Bücher wieder und den Meister finden. Und er fightet, fightet, fightet..., prügelt sich durch diesen KungFu-Actioner.
Sein Meister, Master Kwok, dieser Darsteller ist mir namentlich nicht geläufig, so wie die meisten Darsteller dieser südkoreanischen Produktion. Ein cooler, harter Typ..., trocken im Spiel, agil in seinen Fight-Skills.
Der Darsteller des Tai Shan gibt einen Shaolin-Mönch aus dem Bilderbuch..., der das Ganze aber fast nebulös im Hintergrund begleitet.
Villain und Genre-Ikone Hwang Jang Lee gibt den Gegenspieler Dragon Lee´s hier..., und zieht alle Register eines Bösewichts: Grausam, kalt, brutal und kompromisslos..., und Eastern-Fans kennen sein klasse KungFu, diese Power und Körperbeherrschung.
Die niedliche südkoreanische Actrice Choe Hui-Jeong rundet in einer wenig gehaltvollen Rolle den Cast denn noch ab.
Wichtigstes hier ist die KungFu-Action..., die solide choreographierte, dynamisch-rasante Fights zeigt..., und die Härte dieser Kämpfe nimmt denn immer mehr zu. Und es wird viel gefightet, ein Kampf jagt den nächsten..., klassisches KungFu.
Und Dragon Lee, ein hyperagiler Fighter..., und vor allem Hwang Jang Lee mit seinen klasse Leg-Skills bringen hier das Technische in den Kämpfen noch auf ein gesteigertes Level.
Das turbulente Finale ist ein knallharter, lang-intensiver Fight "1 vs. 2", fast als ein ´Pas de Trois´ des KungFu, so soll das sein.
Viel gibt es zu "5 Pattern Dragon Claws" nicht zu sagen..., ein routinierter, knallharter und einfach unterhaltender KungFu-Actioner für die eingefleischten Eastern-Fans.
7/10.