Nachdem sie sich 17 Jahre lang nicht mehr gesehen haben, kommt es doch noch zum Aufeinandertreffen von Oscar, gespielt von Walter Matthau, und Felix, gespielt von Jack Lemmon, da ihre Kinder im fernen Kalifornien heiraten wollen. Die beiden machen sich gemeinsam auf die Reise, bei der es zu einigen Komplikationen kommt.
"Immer noch ein seltsames Paar" ist der letzte gemeinsame Film von Jack Lemmon und Walter Matthau, die drei bzw. zwei Jahre nach diesem Projekt verstarben. Doch von einem stereotypen Vehikel, mit dem die beiden noch mal eben Geld machen und sich ins Gespräch bringen wollten, ist hier definitiv nichts zu sehen, denn der Film von Howard Deutch, der bereits "Der dritte Frühling" mit Matthau und Lemmon inszenierte, ist eine überaus unterhaltsame Komödie, der man anmerkt, wie viel Spaß seine Macher an ihre hatten.
So zeigen Matthau und Lemmon hier die reine Spielfreude. Matthau, der allein aufgrund seines unverwechselbaren Knautschgesichts lustig ist, bringt immer wieder seine trockenen, ironischen Sprüche ein, die größtenteils zünden, während Lemmon ebenfalls keinen Grund zur Beschwerde lässt und die Rolle des chronischen Hypochonders ebenfalls nicht amüsanter spielen könnte. So sorgen die beiden Hauptdarsteller, die ihre beiden Streithähne bestens mimen im Grunde allein schon für gute Unterhaltung und das Gelingen des Films.
Der Plot erinnert dabei an ein Roadmovie und ist durchaus gut genug gestrickt, um beste Unterhaltung garantieren zu können. So ist die Idee, um die Kinder der beiden, die heiraten wollen, was die beiden ständig streitenden Protagonisten zur Zusammenarbeit zwingt, durchaus gelungen und auch im Mittelteil, in dem die beiden von einer amüsanten Situation in die nächste geworfen werden, gibt es keinerlei Gründe zur Beschwerde, auch wenn letztlich der gesamte Film offensichtlich flach gestrickt und auf seine beiden Hauptfiguren zugeschnitten ist, während die geschliffenen Dialoge für Unterhaltung non stop sorgen.
Fazit:
Viel gibt es zu "Immer noch ein seltsames Paar" im Endeffekt nicht zu sagen, nur, dass Lemmon und Matthau in bester Spiellaune agieren und in ihren gegensätzlichen, stetig streitenden Charakteren für beste Unterhaltung sorgen und dies von Anfang bis Ende. Damit ist der Film absolut empfehlenswert und so ziemlich das kurzweiligste, was man sich so ansehen kann.
77%