Regisseur Wolfgang Büld hat, in seiner gesamten Karriere als Regisseur, so ziemlich nichts auf die Reihe gebracht. Schon seine rein deutschen Regiearbeiten waren meist nicht das Zelluloid wert, auf das sie "gebannt" wurden"! Der bekannteste (und sicher beste) Missgriff dürfte da wohl noch "Go, Trabi, Go 2" sein, die gerade einmal mittelmäßige Fortsetzung zur, bereits mit Kult-Status besegneten, Ost-Komödie "Go, Trabi, Go", einer der besten deutschen Komödien überhaupt. Mittlerweile kommen seine Streifen nun aus England und sind eigentlich voll und ganz auf Trash-Freaks zugeschnitten. "Penetration Angst" wurde, trotz seiner stetig präsenten Langeweile, ein, fürs Genre, großer Erfolg und flux kommt nun mit "Lovesick - Sick Love" bereits das nächste Machwerk des Möchtegern-Regisseurs. Leider noch schlimmer und noch langweiliger!
Während "Penetration Angst" wenigstens noch mit einer herrlichen, trashig-schrägen Geschichte aufwarten konnte, so ist die "Story" von "Sicklove" nicht mehr als purer, langweiliger Stuss, dem man nicht auch nur einen Unterhaltungswert abgewinnen kann. Im Prinzip handelt es sich hier um eine langgezogene, nichtssagende und wirklich vollkommen unmotivierte Rachestory, der man absolut nichts abgewinnen kann, was irgendwie als "charmant trashig" durchgehen würde. Eigentlich geht es die ganze Zeit immer nur darum, wie eine Frau ihren Chef verarscht und umgekehrt. Zwischendurch wird die Geschichte mit einem Vergewaltigungs-Strang "aufgepeppt", der aber ebenfalls überhaupt nichts Interessantes zum Film betragen kann. Jeder Story-Punkt ist die reinste (völlig unterhaltungsfreie) Gülle!
Eigentlich klar, dass da auch die Handlung nichts rausreisen kann. Und fürwahr, sie ist ebenfalls zum Schnarchen lahm ausgefallen. Sex and Crime, zwei wichtige Unterhaltungsfaktoren des Trashfilms, gibt es hier so gut wie überhaupt nicht. An überspitzten Gewaltszenen gibt es wirklich nichts zu sehen (bis auf eine lahme Erschlagungsszene) und in punkto Sex gibt es nur ab und an mal ein paar Brüste (nur einmal kurz etwas mehr) zu sehen. Wie schon bei "Penetration Angst", geht Büld mit beiden Punkten äußerst sparsam um und das ist, für einen billigen Trash-Film, einfach nur tödlich!
Zur Inszenierung muss ich da sicherlich ebenfalls nichts groß sagen, viele Pornos dürften wohl mit einer ähnlichen "Qualität" aufwarten können. Die Kameraarbeit ist schlecht, der Schnitt noch viel schlechter, in punkto Regiearbeit nur ein gewolltes Irgendwas. Dazu nervenstrapazierende Musik, die sich in keinster Weise als passend erweist.
Tja und die Darsteller, nun gut, die sind wenigstens so, wie man es bei Trash erwarten darf. Fiona Horsey hat zwar überhaupt kein Schauspiel-Talent, aber sie ist wenigstens verdammt sexy. Und Paul Conway ist mal wieder das pure Nichtskönnen in Person. Am herrlichsten ist aber noch die alte Schabracke, die hier die Rolle der Mutter spielt. Seit den "Rabid Grannies" habe ich mich nicht mehr so köstlich über eine so schlechte, ältere Darstellerin amüsieren können, so verdammt schräg ist ihr Schauspiel. Damit wäre der Gnadenpunkt (zum Zwangspunkt) dann doch noch gerettet;)
Fazit: Verdammt langweiliges Trashfilmchen, welches weder in punkto Story oder Handlung, noch in Sachen Inszenierung, irgendwo "trashig charmant" auffallen kann. Das bisschen Sex and Crime kann man unter Ulk verbuchen, der Rest des Films ist einfach nur zum hinwegpennen! Einzig und allein die Darsteller retten den Trash ein wenig, da sie so herrlich schlecht agieren, dass sie (und nur sie) es schaffen, einem doch den ein oder anderen Schmunzler abzuwringen. Ansonsten wirklich Langeweile pur!
Wertung: 2/10 Punkte