Ein Mann, gespielt von Alec Baldwin, wacht nach einem Flugzeugabsturz im Krankenhaus auf, erfährt, dass seine Familie dabei ums Leben gekommen ist und erinnert sich schließlich, dass er als Geheimagent und Auftragskiller tätig war. Er beschließt nun, einen neuen Auftrag anzunehmen und einen Politiker in Amsterdam zu töten, bekommt allerdings Skrupel. Da er als Tötungsmaschine nicht mehr zu funktionieren scheint, beschließen seine ehemaligen Vorgesetzten, ihn töten zu lassen. Die einzige, die ihm jetzt noch helfen kann ist seine Psychologin, gespielt von Louise Lombard.
Sonderlich einfallsreich ist dieser B-Thriller ja nicht, unterhaltsam ist er dennoch. Die Handlung ist dabei eher im konventionellen Rahmen, wobei es im Mittelteil wenigstens den einen oder anderen Einfall gibt, um wenigstens zeitweise überraschen zu können. Auch wenn es den einen oder anderen Versuch gibt, einen Ansatz von Tiefe zu schaffen, ist die Charakterkonstruktion eher dürftig, wobei es auch hier den einen oder anderen brauchbaren Einfall gibt.
Dass Regisseur Ben Bolt schon seit über dreißig Jahren im Filmgeschäft tätig ist, auch wenn ihm nie ein wirklich achtbarer Film gelang, merkt man der versierten Inszenierung durchaus an. Es gibt leider nicht sonderlich viele Action-Szenen zu sehen, aber die, die Bolt einbaut sind durchaus gelungen und spannend in Szene gesetzt. Zudem überzeugt der Kulissenwechsel, da es ein paar malerische Plätze in England und Amsterdam zu sehen gibt. Das Erzähltempo hält Bolt ziemlich hoch und kann so trotz der kaum verkennbaren Storyschwächen ganz gut unterhalten, auch wenn der Film enorm kurzweilig ist und schnell wieder vergessen ist. Spannung baut Bolt dennoch konstant auf und lässt sie routiniert im Finale gipfeln, wobei der Film teilweise an seiner Vorhersehbarkeit krankt. Dabei bleibt wirklich alles im konventionellen Rahmen, aber die geläufigen Mittel des Genres werden durchaus gekonnt ausgeschöpft.
Zuletzt hatte Alec Baldwin in "The Cooler" und "Pearl Harbor" brillieren können und auch hier ist seine Leistung relativ gut gelungen, auch wenn er mit seinem Bierbauch und seiner relativ glatten Art eigentlich nicht so gut in die Rolle des Profikillers passt und zudem temporär leicht gelangweilt wirkt. Powers Boothe präsentiert eine solide Leistung, genauso, wie Louise Lombard.
Fazit:
Die Story ist nicht sonderlich einfallsreich, hat aber die eine oder andere unvorhersehbare Wendung, der Cast ist solide, die Inszenierung ist konventionell, unterhält aber dennoch ganz gut. "Du stirbst nur zweimal" ist damit ein typischer B-Thriller knapp über "Tatort"-Niveau, der kurzweilige Unterhaltung bietet, mehr aber auch nicht.
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