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Nachdem es nach "Space 2063" im TV-All letzthin doch etwas ruhiger zur Sache ging, betritt nun mit Michael Rymers "Kampfstern Galaktika"-Fortsetzung endlich mal wieder ein einigermaßen würdiges Schlachtenepos die Bühne: In einem nuklearen, aus dem Nichts hereinbrechenden Großangriff werden nach 40 Jahren Frieden die zwölf wichtigsten Raumkolonien der Menschheit binnen kürzester Zeit pulverisiert und es es ist fortan am betagten "Kampfstern Galaktika" gelegen, sich den feindlichen Zylonen als letzte Bastion der Menschheit zu erwehren.

Soviel zur Rahmenstory. Geboten werden hierbei schon im Pilotfilm zahlreiche Raumkämpfe und annehmbare, wenn auch nicht allzu teure CGI-Effekte. Ganz rund läuft es jedoch zu Beginn nicht. Zumindest in der ersten Hälfte des Piloten wirken viele Charaktere, Darsteller und Schauplätze doch noch eher etwas steril und austauschbar. Auch die Glaubwürdigkeit einer futuristisch-realistischen Parallelwelt leidet ab und an merklich, da Vieles schlicht zu sehr an Mutter Erde bzw. das Amerika der Jahrtausendwende erinnert. Entgegenhalten könnte man hier einzig, dass die Erde im Universum von "Battlestar Galactica" auch tatsächlich zunächst als "Mythos" existiert und ähnliche Entwicklungen somit halbwegs erklärbar sind.
Mit zunehmender Dauer beginnt "Kampfstern Galaktika" jedoch glücklicherweise trotz wenig innovativer Geschichte zunehmend Spass zu machen. Die Figuren werden sympathischer, besonders die Zylonenraumschiffe beeindrucken und auch der klasse Soundtrack erzielt seine epochal angehauchte Wirkung.

Schade, dass hier nicht ein noch fähigerer Regisseur das Ruder übernommen hat. Einige Ecken und Kanten in der Inszenierung wären sicher vermeidbar gewesen. Ein höheres Budget hätte für noch mehr Plastizität und Glaubwürdigkeiten sorgen können.

Fazit: Ein sehenswerter, wenn auch nicht perfekter Pilotfilm zu einer durchaus packenden SF-Serie.

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