Hai Leute!
Ein Fest... ein wahres Fest muss ich einfach sagen. Endlich wurde wieder eine hervorragende SciFi Serie ins Leben gerufen. Die damaligen Galactica Folgen mit Dirc Benedict waren für mich als Kind schon interessant, jedoch mit wachsender Erfahrung wandelte sich das in eher belächelte Unterhaltung.
Ganz anders in der Neuauflage. Ich war von Anfang an gefesselt und das zu Recht.
Die Geschichte in Kurzform: Die 12 Kolonien der Menschen von Kobol leben seit einigen Jahrzehnten in Frieden besser gesagt in gegenseitiger Ignoranz mit den Zylonen, künstlichen Intelligenzen die von den Menschen als Sklaven geschaffen wurden, sich nur leider als Geissel der Menschheit erwiesen. Der einzige Kampfstern dessen Systeme noch autark arbeiten, unter dem Kommando von Adama und der genauso wie sein Schiff eigentlich in den Ruhestand geschickt werden sollte, wird zur letzten Hoffnung der Menschen, denn die Zylonen kehren zurück, und irgendwie haben sie nichts gelernt.
Für eine TV Produktion sind die Effekte sehr gut, also für einen Computerlaien wie mich sind sie auf Kinoniveau, aber wirklich ausmachen tut mir das nichts, immerhin bin ich ein glühender Verehrer von Babylon 5.
Die ersten vierzig Minuten führen fast sämtliche wichtigen Leute ein, mitsamt deren Problemen und dem freundlichen Miteinander wie Colonel Tigh und Lieutnant Cara Trace. So spiele ich auch immer Karten mit meinem Vorgesetzten. Auch eine Bildungsministerin ist anwesend auf der Galactica zu dem Zweck das neue Museum einzuweihen. Und die Gestalt Baltar aus der alten Serie hat eine ganz neue Funktion. In der Serie wird einem schnell deutlich wohin Verrat und Geldgier oder irgendeine andere Gier hinführen kann. Und das die Zylonen wahrlich praktisch vorgehen, wenn ich ähnliche Ambitionen hätte, würde ich ebenfalls diesen Weg gehen, auch wenn es sehr drastisch ist.
Alle Darsteller spielen ihre Rollen gut, alle Rollen sind gut durchdacht und verhalten sich in ihrem Rahmen ohne auszubrechen oder sich "abartig" zu verhalten. So macht eine Serie Laune, so soll es sein. Ich persönlich finde sie auch sehr gut synchronisiert, aber wer des Englischen mächtig ist, sollte sich nicht scheuen und diese auch im Original genießen. Das macht noch einmal eine Ecke mehr Spaß.
Natürlich ist es auch schwer eine SciFi Serie realistisch zu gestalten, wenn es um Technologien geht, die noch keiner erfunden hat, aber so weit dies möglich war findet das alles bei Galactica seinen Platz. Vor allem die Raumszenen wirken so echt wie möglich und die Kampfszenen ebenso. Die Triebwerksgeräusche oder das Abfeuern der Waffen wirken alle gedämpft, wecken den Eindruck als würde man im Cockpit sitzen und das eigene Waffenfeuer oder Triebwerk hören. Das gibt dem Ganzen einen anderen Flair der sehr einnehmend ist. Und was auch nicht von der Hand zu weisen ist, ist die sehr aufreizende und reizende Zylonin. All diese Dinge kommen zusammen und bilden eine Synergie in der Serie, der man sich als SciFi Freund nicht entziehen kann.
Und am Ende merkt man eines ganz klar, in der Serie geht es darum Mensch zu sein, und genau dies zu bewahren.
Als SciFi Serie gibt es die Maximalpunktzahl. 10/10
Die Effekte sind gut gelungen für eine TV Produktion, locker auf Kinoniveau. 10/10
Die Storyline ist mehr als überzeugend, ebenso die Charaktere, auch hier Maximalpunktzahl. 10/10
(10+10+10)/3 = 10/10