In Seattle hat der Luftfahrt-Konzern Corbett das erste Passagierflugzeug entwickelt, welches nur von einem Computer satelliten-gestützt gesteuert wird. Der Jungfernflug endet jedoch in einer Katastrophe. Der zweite Versuch wird daher von der internationalen Presse noch genauer begutachtet. An Bord der "Genesis II" befinden sich Firmenchef Ty Corbett, dessen schwangere Tochter und ihr Mann sowie Senator Caufield. Im Cockpit sitzt lediglich proforma Pilotin Reese Robbins.
Cabin Pressure bietet im Prinzip genau das, was man von ihm erwarten darf. Der Film wurde für das Fernsehen produziert, dementsprechend unspektakulär sind Tempo und Budget und auch die Darsteller spielen ihren Stiefel weitgehend wie in einer TV Serie herunter. Handwerklich kann man hier nichts vorwerfen, die CGI der Flugzeuge und des Absturzes kann man durchwinken, aber am Ende fragt man sich eigentlich, was genau man sich für einen Streifen angeschaut hat, der selbst bei konzentriertem Hinsehen unauffälig an einem vorbeirieselt.
Die Geschichte des WLAN-Hijackers der sich an seinem Ex-Boss ultimativ rächen will ist ganz nett ausgefallen (wenn man mal den blöden Subplot mit seiner kindlichen Nachbarsfreundin absieht). John Pyper Ferguson darf als Bösewicht wenigstens herrlich overacten, nur die dauernde Heavy Metal Musik nervt auf Dauer (selbst mich als Manowar Fan) und dient einzig und allein zusammen mit dem Kind, das am Ende vom Säufer-Held sein Hideout aufgetrieben wird, was aber auch so nur mit arger Mithilfe von Kommissar Zufall gelingt.
Das alles plätschert gemütlich dahin, auch die Versuche künstlich Dramatik aufzubauen (nur noch 7 Min Sprit, Schwerverletzter an Bord, Antiserum fürs spinnebißgelagte Kindle) sorgen nicht wirklich für erhöhten Puls beim Zuschauer und das Ende ist TV-gerecht mal wieder so ausgefalle, wie man es seit Ewigkeiten aus ähnlichen Filmen kennt. Warum das Ding jetzt aber Cabin Pressure heißt würde mich schon Mal interessieren, denn der Kabinendruck ist so ziemlich das einzige, was an Bord überhaupt keine Rolle spielte. Kurz gesagt, typische Standardware.
5/10