Review

Manche Dinge ändern sich nicht und mache Erinnerungen trügen ebenso wenig. Dieses Machwerk, angeblicher Kultfilm, ist auch heute noch so bescheiden, wie er seinerzeit von mir bewertet wurde. Ich war als jung, aber scheinbar nicht nur dumm, so wie dieser mehrwertfreie Aufguss des Aufgusses. Ausschließlich wenig angenehme Charaktere beackern in tiefster Stumpfheit ein ausgelutschtes Stereotypen-Setting. Allen voran natürlich Julia Stiles also Ober-Anti, mancher würde sagen Kotzbrocken, aber die anderen vermeintlich anderen großen Namen stehen dem nicht viel nach. Möglicherweise wurden aus einigen der Kids später noch Schauspieler, hier sind es jedenfalls noch Theater-AG-Vibes. Der talentfreie Regisseur hat vermutlich vergessen, dass die Zuschauer bei derart Konzept Sympathie-Träger brauchen oder sie war sogar schon in der Schule zu eingeschränkt zum Abschreiben. Bitte jetzt kein "diese Shakespeare-Adaption geht andere Wege", hier ist weder etwas romantisch noch bissig humorvoll, nicht mal plump komisch. Der billige Trick mit dem teilweise guten Soundtrack konnte mich auch nicht übertölpeln. Jeder Track nur 15 Sekunden angespielt, spart man so Gebühren? Wer mich immer noch mit "Coming-Of-Age-Klassiker“ nerven will, den verweise ich die sonstige Filmografie des großartigen Regisseurs. Schachmatt.

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