Review

In den 80ern gab es zwei hervorragende Vampir-Filme. Das waren "Die rabenschwarze Nacht" und "The lost Boys" von Joel Schuhmacher (Nicht auflegen!). Mir persönlich hat letzterer besser gefallen.

Tagsüber schlafen sie. Nachts jagen sie auf Motorrädern durch die Vergnügungsparks der Küstenstadt Santa Carla: eine Gang von Vampiren...

Jason Patric (Narc) spielt den jungen Michael, der mit seinem kleinen Bruder und seiner Mutter in die Fänge der Vampire gerät und selber ein Blutsauger zu werden droht. Diese Rolle spielt Patric nicht schlecht, wird aber natürlich von einem genialen Kiefer Sutherland (24, Truth or Consequences) übertrumpft. Der von Sutherland gespielte Vampir David erinnert von seiner Frisur und seinem Auftreten her ganz bewusst an Billy Idol.

In "The lost Boys" ist der Vampir nicht mehr der untote Außenseiter, sondern wird zum Rebellen, zum Star und zum Vorbild der Jugendlichen. Der Filmtitel und der Film selbst sind eine Art Adaption des "Peter Pan"-Motivs. Wie Peter Pan ist auch der Vampir David ein Fanatiker der ewigen Jugend und Michael lässt sich von ihm wie Wendy in eine fremde Welt entführen. Doch im Gegensatz zum Niemandsland ist die Welt, die David Michael präsentiert nur eine schöne Scheinwelt, die immer mehr und mehr an Grausamkeit gewinnt.

Untermalt wird der Film von wunderschöner Musik, und auch die Küstenstadt als Handlungsort hat ihre Reize und kann in manchen Szenen mehr beeindrucken, als wenn der Film in einer Großstadt gespielt hätte.

"The lost Boys" ist einer der besten Vampir-Filme, auch wenn er nicht die Brutalität von "From Dusk Till Dawn" oder die Klasse von "Bram Stoker's Dracula" hat.

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