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Die Brüder Michael und Sam ziehen mit ihrer geschiedenen Mutter in ein beschauliches Küstenstädtchen. Doch die anfängliche Idylle wird allzu bald von urbanen Vampirismus zerstört, der auch die Brüder spaltet...

Mit "The Lost Boys" wagte sich der für Thriller prädestenierte Regiesseur Joel Schumacher und Actionfilmer Richard Donner (hier als Produzent) in neue Gewässer. Was herauskam ist ein mehr oder weniger garer Mix aus Horror und Familiendrama mit leichten komödiantischen Elementen. Aufgrund dieser Tatsache wirkt der Film ziemlich unentschlossen, denn mal lenkt der Plot in diese Richtung, mal in jene ohne wirkliche Stringenz aufzuweisen, aber trotzdem vorhersehbar zu sein. Denn für die Hinleitung zum actionreichen, ziemlich splattrigen Finale nimmt sich das Drehbuch viel Zeit ohne den Zuschauer schonmal "von dem Blut kosten zu lassen" (bis auf eine kleine Szene). Kiefer Sutherland mimt hier den charismatischen Jugenvampirgangleader recht ordentlich, seine Kumpanen allerdings sind Abziehbilder der MTV-Generation, ohne Seele. Corey Haim und Jason Patric als Brüder überzeugen, Dianne West als ihre verzweifelte Mutter wird mehr oder weniger von der auf konspirative Vampirmachenschaften fokussierten Storyline erstickt. Unterm Strich bleibt "The Lost Boys" leicht verdauliche Unterhaltung für zwischendurch, wer ernsthafte Filme zum Thema Vampire sucht, ist mit "Interview mit einem Vampir" o.Ä. sicherlich besser bedient.

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