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Wenn ein Maskenbildner auf dem Regiestuhl Platz nimmt, dann besteht immer der Verdacht, dass da nur ein Blut-und-Schleim-Highlightreel bei rumkommen kann und alle anderen Filmaspekte auf der Strecke bleiben. PROTEUS ist tatsächlich muffige Monster-Movie-Massenware ohne jegliche Kreativität oder Eigenständigkeit, wo halt einmal mehr irgendein Vieh eine Gruppe von Leuten in einem isolierten Terrain jagt und dezimiert. Die wirkliche negative Überraschung ist aber, dass die dabei gezeigten Monstermasken und -morde auch nicht gerade besonders toll sind und nicht einmal allzu heftig. Da hätte man vom HELLRAISER-erprobten Bob Keen doch zumindest in der Hinsicht viel mehr erwartet. Stattdessen erweist sich z.B. das finale Ungetüm - halb Saurier und halb Haifisch und mit ein paar zusätzlichen Tentakeln dran - als so schwerfällig und austauschbar wie im Grunde der gesamte restliche Film.