Dritter und schlechtester Teil der Dirty Harry Reihe
Story:
Nachdem ein paar Hippies eine Halle voller Waffen ausgeräumt haben und dabei einen Freund Harrys tödlich verletzten, wird Harry zurück in sein altes Dezernat versetzt. Doch wird ihm da eine neue Komponente geboten. Sein neuer Partner ist eine Frau, die sich zwanghaft zu emanzipieren versucht. Harry geht sichtlich genervt den Fall an. Sein vorwitziger Vorgesetzter handelt jedoch schnell und verhaftet die Falschen. Perfekte Promotion für den Bürgermeister, denn die Wahlen stehen bevor. Harry stinkt dieses Vorgehen gewaltig und wird suspendiert. Die Terroristen kidnappen nun den Bürgermeister, worauf Harry mal wieder zur Selbstjustiz greift......
Schade, das die Dirty Harry Reihe hier so demontiert wird. Mag ja noch angehen, das Hippies die Bösen sind, aber die Story ist viel zu vorhersehbar und plätschert nur so vor sich hin. Spannende Momente mit rasanten Verfolgungsjagden wie in den Vorgängern sind zu rar und nicht packend genug inszeniert. Auch das teilweise kitschige und unpassende Ende ist nicht so der Bringer......
Musik:
Leider ist man vom groovenden Stil der ersten beiden Teile völlig weg und versucht nun mit Trompeten/Saxophoneinlagen und Klaviergeklimpere Atmosphäre und Spannung aufzubauen. Das gelingt doch nur in geringem Maße, so das der ältere Stil besser beibehalten worden wäre.
Atmosphäre:
Dank Dirty Harrys Partnerin kommt er selber leider nicht mehr so cool und hart wie in den Vorgängern rüber. Kate Moore ist leider zu weiblich und plump und nervt mich persönlich im ganzen Film. Sowas soll die Polizeischule absolviert haben? Ihr Ende ist dann wirklich der Höhepunkt und dazu dann ein rührseliger Dirty Harry. Das Harrys Vorgesetzte Arschlöcher sind ist ebenfalls schon hinreichend aus den Vorgängern bekannt. Das er dann wieder zur Selbstjustiz greift, die er im 2. Teil verurteilte ist irgendwie auch unglaubwürdig. Das Finale auf Alcatraz ist viel zu kurz geraten, auch der Brutalitätsgrad der Vorgänger wird nicht erreicht. Schiessereien sind zu kurz und Verfolgungsjagden schlecht inszeniert. Der Zuschauer, der von den ersten beiden Filmen verwöhnt ist kämpft sich hier durch einen langweiligen harmlosen Teil der Reihe, bei dem besonders die „Böse Hippie“ Masche nervt...
Schauspieler:
Clint Eastwoods Darstellung des Dirty Harrys wird in diesem teil leider massiv durch seine weibliche Partnerin gestört. Das er ständig auf sie Rücksicht nehmen muss und ihr auch noch Komplimente macht ist untypisch für dies Figur und ihn. Naja, zumindest lässt er hier und aber wieder einen coolen Spruch ab und ballert mit seiner Wumme in der Gegend rum. Harry mit Gefühle, widerlich..... Eastwood da hast danebengegriffen.
Tyne Daly Rolle als Kate Moore und somit weiblicher Part ist schon fast eine Karikatur. Ein wenig pummelig und vor allem derb unerfahren stapft sie mit Handtäschchen neben Eastwood durchs Bild. Sollte das eine ernsthafte Rolle und eine neue Konstante in der Dirty Harry Welt sein, ging das auf Grund des mangelnden Talents Daly gründlich in die Hose.
Fazit:
Nur was für Dirty Harry Fans und auch die werden von dem plumpen und lahmen Teil enttäuscht sein. Leider gerade mal Durchschnitt. Lieber zu den anderen Teilen greifen.