Es ist immer wieder erstaunlich, wie eine Filmproduktion, die mit gestandenen und renommierten Darsteller aufwartet, durch ein flaches und fades Drehbuch zur völligen Banalität verkommt. Wer Paul Newman, Susan Sarandon, Gene Hackman, Reese Witherspoon, James Garner etc. am Start hat, hat zumindest von Schauspielerseite ein brauchbares Team. Wie jedoch so oft, macht das alleine noch keinen guten Film.
Im Stil einer klassischen Detektivstory angelegt, mimt Paul Newman den Privatschnüffler, der einen Jahre zurückliegenden Mord aufzuklären sucht.
Leider strotzt die Geschichte nicht gerade voller origineller Einfälle. Das übliche Verwirrspiel um Wahrheit und Lüge fesselt in keiner Sekunde.
Auch gelingt es Regisseur Robert Benton nicht - im Gegensatz zu seinen Schwarz/Weiss Vorgängern der 40er und 50er Jahre - eine szenische Atmosphäre zu erzeugen. Derart uninspirierte Kameraeinstellungen erinnern schon fast an deutsche Vorabendserien.
Und wenn man mal ganz ehrlich ist, kann Paul Newman mit seiner hölzernen Gestik und Mimik als Hauptdarsteller den Film nicht mehr tragen. In seiner Jugend hatte er zweifellos eine enorme Leinwandpräsenz, über sein Schauspielertalent mag man streiten, aber mit 73 Jahren sieht man ihm die Anstrengung und Kraft an, die es ihn kostet, vor der Kamera zu agieren.
Gene Hackman ist mit seiner Rolle schlicht unterfordert und Susan Sarandon (mit 52 Jahren immer noch sehr attraktiv) muss die Femme fatale spielen, was ihr zwar gelingt, aber auch schon grenzwertig ist.
Wie bereits eingangs erwähnt, wäre mit einem guten Drehbuch mehr drin gewesen, aber so bleibt unter dem Strich eine nicht zu empfehlende unterdurchschnittliche Krimikost übrig.