„Ninja, die Killermaschine“ ist ein Klassiker des amerikanischen Ninjafilm von Cannon, der aber gegen „American Fighter“ aus dem gleichen Hause den kürzeren zieht.
Cole (Franco Nero) ist ein Amerikaner, der in der Kunst des Ninjutsu zu einem Ninja ausgebildet wurde. So beginnt der Film mit seiner Abschlussprüfung, die er besteht – sehr zum Missfallen von Hasegawa (Sho Kosugi), dessen Ansicht nach nur Asiaten Ninja werden dürfen. Zwar fehlen dem Beginn einige logische Erklärungen (werden die Leute bei dieser Prüfung wirklich getötet und wenn ja, warum der hohe Ninja-Verschleiß), aber die gezeigte Action entschädigt dann wieder dafür.
Cole kehrt nach Amerika zurück, um seinen alten Kumpel Frank Landers (Alex Courtney) und dessen Frau Mary Ann (Susan George) zu besuchen. Die beiden besitzen eine Farm und viel Grundbesitz, aber eine Horde von Schurken will sie zum Verkauf zwingen. Doch in Form von Cole erhalten sie schlagkräftige Hilfe...
Der Plot von „Ninja, die Killermaschine“ ist uralt, denn die Story um den kampfgewandten Fremden gab es schon oft in der Filmgeschichte. So wird dem Rezept auch nichts Neues mehr hinzugefügt und auch spannungstechnisch holt man aus dem alten Plot nichts großes mehr heraus. Allerdings besitzt der Film genug Tempo, um diese Mängel dann zumindest teilweise vergessen zu machen. Lediglich bei der Glaubwürdigkeit hapert es; so nagelt Cole die Alte seines besten Freundes auch nur, damit der Film ein Love Interest für den Film bereithält, ohne dass der Seitensprung wirklich plausibel wäre.
Actionmäßig macht „Ninja, die Killermaschine“ meistens Freude, wobei sich die Action in waffenlose Kämpfe und Hack’n’Slay mit ordentlich Ninjawaffen unterteilt. Letzteres fällt immer recht elegant aus und bietet eine Abwechslung im Action-Einheitsbrei, was auch an der guten Inszenierung dieser Szenen liegt. Die waffenlosen Kämpfe sind weniger an der Zahl und das ist auch gut so, denn diese sind recht ungeschickt inszeniert und wirken eher wie die Saloonschlägereien klassischer Western und nicht wie elegante Martial Arts. Die deutsche Videofassung von „Ninja, die Killermaschine“ ist übrigens recht ansehnlich und die Schnitte fallen nur an zwei, drei Stellen auf.
Franco Nero guckt den kompletten Film über mit einem beschränkten Repertoire an Gesichtsausdrücken aus der Wäsche und überzeugt in den Actionszenen deutlich mehr denn in der Handlung. Auch die restlichen Darsteller sind alles andere als eine schauspielerische Offenbarung, auch wenn Sho Kosugi einen coolen Fiesling abgibt.
„Ninja, die Killermaschine“ ist ein ordentlicher Ninjastreifen und hat auch einen gewissen Status als einer der ersten seiner Art; aber mehr als gute Unterhaltung für Zwischendurch ist nicht herausgekommen.