Uuuh EBOLA SYNDROME - wie unendlich krass und brutal ich ihn mir vorgestellt hab'...
Wer aber ausschließlich auf beinharte Splatter-Effekte aus ist, wird hier ganz schön in die Röhre kucken!
Gut, okay: Der Film bietet durchaus einige derbe Gore-Einlagen. Über den Härtegrad einer Autopsie-Szene, in welcher einer Leiche der Brustkorb geöffnet und die Haut vom Gesicht gefieselt wird, kommt der Splatter insgesamt aber nicht hinaus.
Ich fühl' mich irgendwie verpflichtet das zu erwähnen!
Klar, Mainstream-Normalo-Kuckern wird das Ganze noch "visuell" genug vorkommen, aber bei eingefleischten Gorehounds dürfte die Messlatte doch deutlich höher hängen, gell...?
Gut, auch wenn der Streifen optisch (!!!) jetzt gar nicht mal soooo super-hyper-mega-brutal sein mag, handelt es sich bei EBOLA SYNDROME dennoch um einen echt fiesen Bastard von Film und einen von Anfang bis Ende mörderisch harten Sicko, was hauptsächlich an seinem umwerfenden Hauptdarsteller Anthony Wong (dem Killerkoch aus "Untold Story" und dem Gangster-Boss aus "Hard Boiled") festgemacht werden kann.
Dieser gibt hier nämlich einen derartig ekligen, widerwärtigen, notgeilen und hassenswerten Brutalinski-Psycho ab, dass selbst Amon Goeth (der böse Ober-Nazi aus "Schindlers Liste") seinen Hut ziehen müsste:
- er spuckt ins Essen,
- er fickt und vergewaltigt alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist,
- ganz nach alter "Untold Story"-Manier landen auch wieder einige Widersacher erst im Fleischwolf und dann auf der Speisekarte,
- der Widerling benutzt sogar ein rohes Stück Steak als ...pardon... "Muschi-Ersatz"...
- ...und, als Hauptübel sozusagen, trägt er ohne es zu wissen noch den Ebola-Virus in sich und steckt jeden an, der ihm über den Weg läuft! Er selbst scheint aber immun gegen den Virus zu sein...
Dass hier Hühnern der Kopf abgebissen wird und Frösche bei lebendigem Leibe ausgenommen werden, ist schon echt abstoßend, im Rahmen eines CATIII-Streifens aber noch durchaus erträglich...
Dass unser Ekelpaket und Antiheld hier ins Essen anderer wichst, ist zwar derb, aber auch noch irgendwie am Rande jedes Sauf-Party-Geistesblitzes...
Dass hier aber Ebola als Mordwaffe eingesetzt wird, ist schlicht und ergreifend pervers!!!
Welchem kranken Gehirn entspringen nur solche Ideen ... und welche noch viel, viel kränkeren Hirne können sich über eine derartige Widerwärtig- und Unmenschlichkeit dann sogar noch amüsieren!?!??!
... ... ...
... *schüchtern den Finger heb* ...... Ich.
Ja, okay, ich geb's zu! ICH BIN EIN verachtenswertes SCHWEIN!!! Perversitäten dieser Art finde ich tatsächlich GEIL!!!
Doch halt!!! Der, der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!
Habt ihr nicht alle über Cameron Diaz gekichert, als sie sich Sperma ins Haar geschmiert hat?
Und habt ihr euch nicht alle ins Fäustchen gelacht, als das mit Dieter Bohlens Penisbruch bekannt wurde!?!?
- ........ (langes Schweigen)
...Hm, gut, ich sehe, ihr erkennt hier irgendwie die Zusammenhänge nicht...
...und wenn ich ehrlich bin, ich ebenso wenig...
Mein Fazit:
EBOLA SYNDROME ist eine einzige filmische Abartigkeit, ein Sicko-Kracher der Superlative und einer DER Must-See-Filme im CATIII-Bereich!!!
Wem das "Kindergekille", das "Leuteverwursten", der obszöne, aber gar nicht witzig gemeinte Dirty Talk und der permanente Würgereiz, der damit einher geht, nichts ausmacht, der sollte sich diese menschenverachtende, todernste, auf unfreiwillige und erschreckend morbide Weise aber dennoch oft auch ganz ...äh, "witzige" Widerlichkeit hier keinesfalls entgehen lassen!!!
Mir hat's jedenfalls gefallen...
Hier noch ein Cine-Tipp, der ganz besonderen Art:
"Fatal Encounter" - kommt vom Sickness-Pegel ganz dicht an EBOLA SYNDROME ran. Als Mordwaffe dient hier nämlich der AIDS-Virus...