Review

Dirty Harry is back……. Eine Fortsetzung, die sich vor dem Original nicht zu verstecken braucht...

Story:
Lieutenant Briggs versetzt Chefinspektor Harry Calahan von der Mordkommission zur Fahndung. Ausgerechnet jetzt sterben ungewöhnlich viele Mörder, Killer, Gängsterbosse die bei Prozessen freigesprochen wurden, obwohl die Schuld offensichtlich war. Als in der Nähe eines Tatortes ein alter Freund Harrys getötet wird, nimmt sich Harry der Sache an. Er stösst dabei auf ein Killerschwadron, das dort zuschlägt wo das Gesetz versagt. Harry ist dabei eine Art Vorbild. Doch er hütet nun mal das Gesetz und bringt die Killer zur Strecke, die sogar Kontakte in höheren Polizeikreisen haben.....
Die Fortsetzung des Polizeiklassikers Dirty Harry thematisiert ein sehr heikles, erschreckend reales Thema der Selbstjustiz. Geschickt wird anfangs der oder die Killer verdeckt, so dass man nicht weiss ob der Killer Polizist ist oder nur die Uniform trägt. Leider wird aber die Auflösung zu früh vollzogen und zu deutlich vollzogen, was dem Film doch einiges an Spannung nimmt. Den Spannungsbogen hätte man weiter ausbauen können. Leider sind auch Eastwoods Sprüche bei weitem nicht mehr so markant wie in Teil 1.

Musik:
Jeder der den 1. Teil kennt, wird sich bei der kribbelnden 70er Jahre Musik wieder wohl fühlen. Die Musik passt einfach zum ganzen Ambiente, den Verfolgungsjagden, den Schiessereien und zu Harry. Vergleichsweise passend ist sie ja auch bei Shaft oder verschiedenen McQueenfilmen der Zeit zu finden.

Atmosphäre:
Die Anwesenheit und Ausstrahlung allein erzeugt ein Kribbeln beim Zuschauer. Wer will nicht mal in so eine Rolle schlüpfen. Er ist cool, er ist lässig, er ist ein Guter und er kann gut schiessen bzw reden. Eine Figur, deren Name allein die Zuschauer anzieht. Die Schiessereien sind diesmal um einiges blutiger als im Original ausgefallen, so dass mich eine damalige FSK 16 doch verwundert. Gleiches ist bei den Unfällen der Killer am Ende zu beobachten. Der Brutalitätsfaktor wurde in der Fortsetzung nach oben geschraubt. Was damals vielleicht schocken sollte, ist heutzutage nur noch Standart und wird keinen Zuschauer erschüttern. Für Spannung ist dank des intelligenten aber zu früh auflösenden Storyverlaufs auch gesorgt. Schade nur, dass die Nebencharaktere wie zum Beispiel sein schwarzer Partner etwas blass bleiben.

Schauspieler:
Clint Eastwood fühlt sich in seiner Rolle des Dirty Harry wieder heimisch. Mit gewohnter Mimik und Auftreten strahlt er den Inbegriff des ultraharten, coolen Cops aus. Erstmals zeigt die Figur hier ein kleines bisschen Gefühl (Frau), fast ungewohnt für jemanden der normalerweise den wortkargen Superschützen spielt. An Glaubwürdigkeit verlor Eastwood und damit Dirty Harry nur, weil sie diese Selbstjustiztour verurteilten. Indirekt ist das genau die Art, die Eastwood im ersten Teil noch selbst vollführt hat. Alles in allem ist Eastwood aber wieder ganz in seinem strahlendem Element.
Enttäuscht haben mich nur die ziemlich blassen Nebencharaktere, allen voran Harrys neuer Partner und Harrys Vorgesetzter, bei dem man viel zu früh die wirklichen Absichten erkennt.

Fazit:
Insgesamt gute Fortsetzung, bei der man nur eine schwächer konstruierte Story und blasse Nebencharaktere in Kauf nehmen muss.

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