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Eine verdeckte Elite-Einheit innerhalb der Polizei richtet Verbrecher, die sich dem Rechtssystem entziehen, standrechtlich mit der Waffe. Callahan (Clint Eastwood) macht sich daran, die Selbstjustizler aus den eigenen Reihen zur Strecke zu bringen…

Aus dem enttäuschten Grenzgänger des ersten Teiles macht der zweite Teil einen entschiedenen Grenzzieher. Statt unüberwindlicher moralischer Zwiespälte gibt es unerträgliche moralische Merksätze. Callahan als Anwalt eines zwar in die Krise geratenen, aber noch rettungsfähigen Gesellschaftsapparats zu positionieren, ist nicht mehr als ein billiger Relativierungsversuch des ersten Teiles. Der feige konstruierte Handlungsverlauf weicht den unterliegenden gesellschaftlichen und menschlichen Grenzfragen aus. Äußerlich leidet der Film erschwerend darunter, dass die Identität der Täter noch lange, nachdem der Zuschauer sie erraten hat, wie ein Geheimnis behandelt wird. Da hilft auch das ordentliche Handwerk nichts, das die ästhetischen Errungenschaften des ersten Teiles gedankenlos übernimmt und lediglich mit dem fetischistischen Blick auf die Rächer in Uniform etwas Eigenständigkeit beweisen kann.

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