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Ein Forschertrupp erweckt in einer alten Mayastätte eine rachsüchtige Gottheit. Da dieser nicht einmal mit wild herumgefuchtelten Schusswaffen Einhalt geboten werden kann, verfolgt das Grauen die Gruppe noch bis nach Mexico City.

Die Geschichte ist nun wirklich nicht spannend wiedergegeben – sie gibt das aber auch nicht her. Auffallend ist die Lichtsetzung, die auch mal von schräg unten kommt und durch die so verursachten Schatten das Szenario noch irrealer wirken lässt. Auch die Nutzung mancher An- und Ausleuchtung des Ensembles, je nach Position im Bild, sticht heraus. Hier ist „Caltiki“ durchaus interessant zu beobachten. Jedenfalls eher als dann, wenn der Film seine eigentliche Story erzählt.
Nicht nur, dass es sich um ein recht uninspiriertes Monsterfilmchen handelt, das mit einer wenig eindrücklichen Kreatur irgendwo aus dem Umfeld des „Blob“ (1958) und auch etwas „The Quatermass Xperiment“ (1955) aufwartet. Man hat es auch mit vielen unspannenden Figuren zu tun, für die sich die Regie scheinbar ebenso wenig interessiert wie dann wohl auch das Publikum.

Ansehnlich wiederum ist mancher Effekt, für die Entstehungszeit auch mal recht direkt bebildert. Davon gibt es aber recht wenig, es bleibt bei einem vor sich hinschlurfenden und recht unscharf gezeichneten Figurentheater mit Gruseleinschlag. „Caltiki“ geht in meinen Augen einfach dieser Charme ab, der vielen dieser alten Monsterfilme innewohnt und sie auch heute noch liebenswert macht.
Auf dem Papier eine interessante Mischung aus Abenteuer, Exotik, Horror und Drama. In der Praxis aber ein selbst bei der kurzen Laufzeit von knapp 77 Minuten eine uninspirierte Angelegenheit.

Die Regie oblag sowohl Riccardo Freda und Mario Bava, Letzterer sollte hier laut Ersterem etwas Erfahrung sammeln. Und so fühlt sich „Caltiki“ auch an. Wie ein Flickwerk, eine Rechtfertigung zu Übungszwecken, ein Spielplatz aus diversen Versatzstücken, die kein rundes Ganzes ergeben wollen.

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