Bei „Pakt des Schweigens handelt es sich um einen Thriller der ruhigeren Art.
Jesuitenpriester Joachim(Gerard Depardieu) arbeitet in einem Krankenhaus in das die junge Karmeliterin Sarah eingeliefert wird,sie leidet unter unerklärlichen Schmerzen und Verwirrung.
Bald findet Joachim heraus,dass Sarah eine Zwillingsschwester namens Gaelle hat,die seit 10 Jahren wegen Kindesmord einsitzt.
Die beiden Schwestern teilen ein dunkles Geheimnis,für dessen Auflösung Joachim gegen den Willen seiner Vorgesetzten handelt.
Schnell findet er sich in einer Welt aus Intrigen und mysteriösen Verwirrungen wieder,bei dem ihn auch seine eigene Vergangenheit einholt.
Der Film braucht recht lange,um ein wenig in Fahrt zu kommen und wirkt zunächst ein wenig verwirrend.
Wir sehen mehrere Rückblenden der Schwestern.Da es sich um Zwillinge handelt,ist nicht gleich zu erkennen,um wen es sich da jeweils handelt.
Mit der Zeit löst sich die Verwirrung und wandelt sich zu einer recht dichten Suspense-Atmosphäre,die durch einen exzellenten,leicht sakralen Soundtrack bestens unterstützt wird.
Einige Mystery-Elemente erschienen mir zu überzogen und etwas mehr Tempo besonders zu Beginn hätte dem Streifen sicher gut getan.
Das Finale kam dann recht kurz und leider auch wenig überraschend,ja fast schon enttäuschend,nachdem erst soviel Spannung aufgebaut wurde.
Schauspielerisch kommt Depardieu etwas hölzern daher,was aber aufgrund seiner Rolle noch akzeptabel ist,während Elodie Bouchez in ihrer Doppelrolle als Sarah/Gaelle mit anmutiger Ausstrahlung und einem erotischen Augenaufschlag zumindest den männlichen Zuschauer überzeugen kann.
Für einen besonnenen Abend ist der Streifen auf jeden Fall zu empfehlen.
6 von 10 Punkten