Inhalt:
China..., vor Jahrhunderten. Die 8 Großmeister der Shaolin treffen sich jährlich, um ihre Kampftechniken zu vergleichen, und zu diskutieren.
Beim letztjährigen Herbst-Treffen kombinierten diese Meister diverse Techniken, und entwickelten daraus eine neue, starke Kampf-Technik: Die KungFu-Technik der "8 Todeskämpfe von Schlange und Kranich". Diese Technik wurde auch schriftlich verfasst, und dieses Buch mit dem Zeichen des "neunschwänzigen Drachen" versiegelt.
Ziel der 8 Meister war es, den Frieden im Land zu sichern.
Doch eines Tages verschwanden die 8 Meister von der Bildfläche, sie gelten als tot. Und im Land brach das Chaos aus.
Diverse Clans sind hinter der Schrift hinterher. Und sie wissen, dass ein junger, durch das Land vagabundierender Mann diese Schrift besitzt: Hsu Yin-Fung (Jackie Chan).
Die Clans machen nun gnadenlos Jagd auf Hsu, dessen KungFu, eben diese Technik der "8 Todeskämpfe von Schlange und Kranich", aber unüberwindlich ist.
Einer der Clans ist der Tang-Clan aus Szechuan, angeführt von der äußerst attraktiven Tang Ping-Er (Nora Miao)..., sie will mit Hilfe dieser Technik den Tod ihres Vaters rächen.
Auch der Bettler-Clan in Person des "Old Beggar" (Lee Man Tai) will an die Schrift.
Zudem der Clan der "Fliegenden Tiger", mit ihrem Boss Huang (Tung Lam), dessen Tochter Hung Yu (Gam Ching-Lan) wie eine Klette an Hsu Yin-Fung hängt.
Der gefährlichste und skrupelloseste Clan, der die Schrift haben und Hsu Yin-Fung töten will, ist der Black-Dragon-Clan, mit Meister Chien (Kam Kong aka Chin Kang) an der Spitze. Zu diesem gehören zudem 3 maskierte Auftragskiller.
Hsu Yin-Fung ist auf der Suche nach einem Mann, der ein Zeichen auf der Schulter hat. Dies ist der Mörder der 8 Meister. Was keiner ahnt, einer konnte überleben, und Hsu die herausragende, neue Technik lehren. Der Mörder von einst muss unbedingt zur Strecke gebracht werden.
Einer der "schwarzen Drachen" konnte sich das Vertrauen von Hsu Yin-Fung erschleichen, doch verrät er den jungen Helden. Und so wird Hsu im Kampf verletzt, und Huang von den "fliegenden Tigern" kann ihn gefangen setzen.
Doch mit Hilfe des tapferen Lu (Miu Tak-San), der dem Bettler-Clan nahe steht, kommt Hsu Yin-Fung wieder frei.
Die Clans bekämpfen sich auch gegenseitig. Doch als das Geheimnis um den Mörder an den Shaolin-Großmeistern gelüftet ist, und der überlebende Meister auftritt, verbünden sich endlich die "fliegenden Tiger", der Tang- und der Bettler-Clan.
Es kommt zum Show-Down mit dem "Black-Dragon"-Clan, und zum alles entscheidenden Duell zwischen Hsu Yin-Fung und Chien, zum Kampf auf Leben oder Tod.......
Fazit:
Meine kleine Reihe mit Eastern, die Jackie Chan für den Produzenten Lo Wei und dessen Filmgesellschaft "Lo Wei Motion Picture Co." drehte, geht mit diesem kernigen Actioner, "Die Unbesiegbaren der Shaolin" ("Snake and Crane Arts of Shaolin") weiter.
Im Jahre 1978 drehte Regisseur Chen Chi-Hwa diesen gefälligen KungFu-Actioner, in gediegen-interessanter Atmosphäre, in hell-klaren Bildern und einem Auge für das Visuelle, somit in ansprechender Optik.
Sowie mit einer einfachen, doch gut und gar durchdacht umgesetzten Storyline, und vor allem vielen, rasant-dynamischen und intensiven KungFu-Fights. Eine wirklich hohe Fight-Dichte, der Streifen geht ein hohes Tempo, und unterhält den Eastern-Freund in durchaus gefälliger Art und Weise.
Ein kleines Eastern-Spektakel vor teils imposanter Kulisse, und knackiger KungFu-Action.
Ein junger Mann, gegen viele Feinde, manch einer wirkt aber vertrauenswürdig und gar honorig. Doch wem kann man trauen? Wer ist der "wahre" Feind, wer eher Verbündeter? Darum kreist das Geschehen, und um die Schrift einer überragenden KungFu-Technik, sowie die Frage: Wer von denen, die diese Schrift haben wollen, hat die Meister auf dem Gewissen? Und ist somit dieser "wahre" Feind.
Dies wird von Chen Chi-Hwa hier relativ sauber und durchaus auch spannend erzählt, ist visuell gekonnt umgesetzt, und zum Ende hin schlüssig aufgelöst. So kann man die KungFu-Action vollauf genießen, und der Anhänger des Genres wird mehr als passabel unterhalten. Mir ging es jedenfalls so, und "Die Unbesiegbaren der Shaolin" ("Snake and Crane Arts of Shaolin") zählt ganz klar zu den besseren Arbeiten der Kooperation Jackie Chan´s mit Lo Wei.
Jackie Chan ist der Star dieser Produktion, ist der Held um den alles kreist. Er agiert cool, ohne es damit zu übertreiben, und zeigt seine Fight-Skills, äußerst agil und technisch beschlagen. Schön, Jackie!
Kam Kong (aka Chin Kang) ist der Haupt-Villain, natürlich mit skrupellos-böser Aura, auch er spielt dies solide, und soll eh zumeist kämpfen.
Lee Man Tai ist vom Bettler-Clan, so ein ganz kleines bisschen ala "Drunken Master", mit etwas Witz angereichert. Tung Lam versteht keinen Spaß und seine Figur neigt etwas dazu, cholerisch zu sein.
Miu Tak San, hilft Jackie hier tapfer und ist so ein bisschen crazy, aber auf irgendwie sympathische Art, nicht irgendwie zu albern.
Wir haben es also mit verschiedenen Charakteren zu tun, und all diese Figuren baut Chen Chi-Hwa geschickt in das tempogeladene Geschehen seines Eastern ein.., so das ein relativ rundes Bild entsteht. Der überlebende Meister, sorgt zudem dafür, da er die Dinge am Schluss logisch auflöst, und das ist auch mit der dafür nötigen Gelassen- und Besonnenheit dargestellt.
Drumherum die weiblichen Darsteller, eine schöner als die andere, und munter mit agierend: Nora Miao, hier auf dem absoluten Zenit ihrer Attraktivität, als so besonnen wie resolute Clan-Führerin, sowie die aparte Gam Ching-Lan (aka Kim Jeong-Nan), die sich an Jackie heftet, ihm gar fast zu einer Art Gefährtin hier wird, obwohl sie ja für ihren "Vater" -im Film- Tung Lam arbeitet.
Auch Lau Nga-Ying und Wong Gwan sind attraktiv, wenn auch in ihren kleinen Rollen rasch dahin gemeuchelt.
Wichtigstes ist natürlich die MartialArts-Action, mit einer sehr hohen Fight-Dichte, es vergehen kaum mal 5 Minuten, bis mal wieder gekämpft wird.
To Wai-Wo und Jackie Chan selbst sorgten für gefällige, rasant-dynamische Choreographien, für insgesamt kernige und intensive KungFu-Action.
Technisch sieht das sauber aus, und vor allem das Duell Chan vs. Kam Kong mit einem klassischen Schlag-Block-Schlag-Fight, schnell umgesetzt, vermag da zu überzeugen.
Mehr kann man eigentlich kaum erwarten.., ein gefälliger KungFu-Actioner mit Jackie Chan.
"Die Unbesiegbaren der Shaolin", ich mochte mir den Streifen gerne ansehen, vielleicht die beste Arbeit, die Jackie Chan in Kooperation mit Lo Wei ablieferte.
Dafür gibt es verdiente, wenngleich knappe 8/10 Punkte in meiner Bewertung.