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DAS GEHEIMNIS DES LEBENS aus dem Jahr 1974 ist ein typisches Kind seiner Zeit und lässt sich irgendwo zwischen philosophischem Fantasydrama, esoterisch angehauchtem Zeitgeistkino und leicht verkopftem Aufklärungsfilm einordnen. Die Handlung folgt dabei dem Wissenschaftler Ben Land ruhig und konzentriert durch die mysteriöse Geschichte um die Verlängerung des menschlichen Lebens und den damit verbundenen moralischen Vorstellungen. Die Darsteller fungieren dabei mehr als Träger von Ideen denn als greifbare Figuren, und es scheint hier und da so, als hätten sie gerade ein besonders intensives Philosophie-Seminar hinter sich, was zwar eine gewisse Distanz schafft, aber gut zur Intention des Films passt und eben auch so typisch 70er ist. Als besonders kurios erscheinen die Sexszenen, in denen Masken und Fesseln die Handlung zu einer seltsamen Mischung aus Erotik und Bedeutungsüberschuss leicht aus dem Kontext gleiten lassen. Kinski dominiert in seinen wenigen Auftritten und zeigt eindrucksvoll die Ambivalenz seiner antagonistischen Figur. Die Musik legt sich als sanfter, teils leicht psychedelischer und elektronischer  70er-Jahre-Soundteppich unter das Geschehen und tröstet so auch über die ein oder andere Länge hinweg.

DAS GEHEIMNIS DES LEBENS Ist ein so typischer Vertreter des 70er- Jahre- Films, den man in einfach mögen muss. Er spielt konsequent das Gedankenspiel über das ewige Leben durch und lädt den Zuschauer ein, diese Reise  mitzumachen und weiterzudenken. 

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