KRIEMHILDS RACHE ist der abschließende, wieder in sieben Gesänge aufgeteilte, Teil des Geschehens um DIE NIBELUNGEN.
Es ist Winter geworden. Nachdem Hagen den Nibelungenhort in den Rhein versenkt hat, um Kriemhild die finazielle Grundlage zu entziehen, heiratet diese den Hunnenkönig Etzel. Nach der Geburt ihres Sohnes lädt sie ihre Verwandtschaft an den Hof König Etzels. Dort provozieren die Hunnen einen Streit um Hagen, der schließlich eskaliert und in einer Schlacht größten Ausmaßes mündet, die fast alle Beteiligten das Leben kostet.
Der heroischen Atmosphäre des ersten Teils folgt ein Szenario aus Haß und Rache. Die nun schwarzgekleidete und über ein beinahe tierhaftes Gewimmel von Hunnen gebietende Kriemhild opfert um sich an Hagen zu rächen ihre gesamte Verwandtschaft sowie das gesamte Burgunderheer einerseits, sowie nahezu alle ihrer Untergebenen (Rüdiger von Bechlarn, der seinen Schwiegersohn töten muß, um seinen Treueeid nicht zu brechen). Die Burgunder sind so heldenhaft (oder auch so einfältig), ebenfalls ihre Treue zu wahren; das Resultat ist ein flammendes Inferno.
Das Geschehen ist wieder stilistisch überhöht, doch während SIEGFRIED ein eher statischer Film war, kommt nun Bewegung ins Spiel: Das Gewoge der Hunnenhorden im Reiche des schaurigen Etzel, sowie die beinahe 45 minütige Schlacht.
Das Schicksal ist im ersten Teil etwas schwerfällig in Gang geraten, aber nun zieht sich die Schlinge unerbittlich zu, bis Kriemhild endlich durch ihren Selbstmord das makabre Geschehen beendet.
Der zweite Teil der NIBELUNGEN zeigt nun ganz eindeutig, daß Lang mit der Ideologie der Nazis wenig am Hut hatte, weshalb KRIEMHILDS RACHE auch im Dritten Reich nicht mehr aufgeführt wurde.