Mehr ein Märchendrama für erwachsene als ein Horrorfilm. Schockmomente sind kaum vorhanden. Die Morde an die jungen Frauen bleiben im Off. Aber wie üblich für eine Hammerproduktion ist das Setting stilvoll, die Darsteller solide. Ingrid Pitt macht ihre Sache gut, obwohl sie durchaus noch etwas aufdrehen könnte. Auch "fehlen" Szenen, wo man vermehrt den Umgang mit ihren Angestellten sieht. Der junge Liebhaber ist leider nur bis an dem Punkt glaubwürdig, wo er die Wahrheit feststellt. Nachher erscheint mir sein Verhalten nicht sehr überzeugend. Wie kann er z.B. noch seelenruhig neben der Comtesse schlafen, nachdem er weiss wer sie ist? Wieso versucht er nicht zu fliehen oder sich sonst irgendwie aus der Affäre zu ziehen? Die Auftritte der sehr hübschen Lesley-Ann-Down sind leider kurz und man erwartet bis zum Schluss mehr von ihr. Ueberhaupt ist das Finale eher überraschend und ich hatte eher gedacht, dass sich die beiden jungen Darsteller schliesslich finden würden. Aber so war es nicht gekommen. Wieso die ermordeten frauen leicht auffindbar einfach im Keller gestapelt werden, bleibt mir auch etwas unlogisch. Aber dies bleibt eh ohne grosse Wirkung und Wendung für die Filmhandlung, da sich die Ordnungshüter in erster Linie den Tod des Bibliothekars kümmern. Bleibt alles in allem ein dichtes, spannendes Hammer-Werk mit einigen Lücken, aber für Fans absolut empfehlenswert. (8/10)