Review

Gute Quote

Allzu viele brauchbare Basketballfilme gibt’s nicht - „Hoosiers“ gehört aber definitiv dazu. Regisseur David Anspaugh wurde im Laufe seiner Karriere noch zum Sportfilmexperten und „Hoosiers“ war der größte Schrott dorthin. Erzählt wird hier von einem neuen Trainer eines ziemlich verlorenen Highschool-Badketballteams, der der müden Truppe nicht nur Feuer unter'm Hintern macht und ihnen Ausdauer, Selbstvertrauen, Teamplay, Technik beibringt, sondern auch seine eigene, dunklere Vergangenheit vergessen machen will…

Underdogstory mit Herz

Genauso wie „Rudy“ es noch besser in den 90ern wiederholt hat, ist „Hoosiers“ eine tolle Aussenseitergeschichte mit Bodenständigkeit, Ruhe und tollen Bildern des ländlichen Americana. Legendendarsteller wie Hackman oder Hopper geben enormen Mehrwert und ihre ganze Klasse. Die Basketballszenen sind glaubhaft, wenn auch nicht allzu dynamisch. Immerhin ist die Kamera immer mittendrin statt nur dabei. Die Liebesnebengeschichte wirkt glaubhaft und organisch. Genauso die Alkinebengeschichte und allgemein das Dramatische, das hier zum Glück nie zum Kitsch wird. Im Grunde ist „Hoosiers“ das Gegenteil eines „Any Given Sunday“ - gelassen, ländlich, nie auf Profiniveau, idyllisch und vollkommen unflashy. Was ihn doch sehr zugänglich macht und zum perfekten Sonntagnachmittagguck mit den Stiefeltern - selbst wenn man mit Basketball gar nichts am Hut haben sollte. Und das ist auch eine Kunst alles unter einen Hut zu bringen. Zugänglich und manchmal zaghaft. 

Fazit: ein übersehener Basketballfilmklassiker, der besonders durch Hackmans Gravitas gewinnt und mich mit seiner geerdeten, klassischen und ruhigen Art relativ überzeugt hat. Etwas mehr Schwung und weniger „Checkliste“ hätten's aber sein dürfen. 

Details
Ähnliche Filme