Ein psychopathischer Mörder (Andrew Robinson) erschießt wahllos unschuldige Bürger, um Geld von der Stadt zu erpressen. Die unentschlossene Politik der Führungsriege zeitigt weitere Opfer. Inspector Callahan (Clint Eastwood) ahnt, dass dem Täter mit herkömmlichen Methoden nicht beizukommen ist…
Schon die ungewöhnlich naturalistische Lichtsetzung deutet Außergewöhnliches an: Statt in nächtlichem Glitzer versinkt die Großstadt in trüber Finsternis, die nur von sparsam gesetzten Lichtinseln akzentuiert wird. Don Siegel legt den Psychopathen als hässliches Symptom einer tiefen Gesellschaftskrise an, lässt ihn ohne Gewissen und Ehrgefühl über eine Menschheit herfallen, die sich in seliger Selbstzufriedenheit ihrer Verwundbarkeit gar nicht mehr bewusst ist. Die zweifelhaften Mittel, zu denen der enttäuschte Callahan sich genötigt fühlt, sind nicht der widerwillig eingeschlagene letzte Ausweg, sondern der sichere erste Reflex. Nicht ihre Unlauterkeit entsetzt, sondern ihre Effektivität. Ein erschütternder Film über eine Welt, die mit „gut“ und „böse“ gar nicht mehr zu beschreiben ist.