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Wenn man an Clint Eastwood und Filme aus den 70ern denkt, muss einem zwangsläufig „Dirty Harry" einfallen. Es gibt nur wenige Schauspieler, bei denen man auf Anhieb eine Assoziation mit einer Filmrolle herstellt, bei Stallone denkt man z. B. automatisch an Rambo und Rocky. Dabei hat Eastwood ja eine Unmenge von Filmen gedreht, auch qualitativ mit allen Höhen und Tiefen, dies spiegelt sich (leider) auch in der Dirty-Harry-Reihe wider, die es insgesamt auf fünf Streifen gebracht hatte.

Der psychopathische Serienkiller Scorpio (den es tatsächlich gegeben hat) mordet als Heckenschütze wahllos unschuldige Menschen. Callahan gelingt es, ihn aufzuspüren und dingfest zu machen. Wegen eines Formfehlers muss er den Killer allerdings laufen lassen. Dann kapert der Wahnsinnige einen Schulbus...

Aus heutiger Sicht fast erstaunlich, dass der Film - und seine Nachfolger - kontrovers diskutiert wurden, heute würde das aufgegriffene Thema Selbstjustiz kaum noch jemanden aufregen, vielleicht auch ein Ausdruck eines Wertewandels im Laufe unserer Zeit. Aber egal wie man zu diesem Thema auch steht, unterm Strich bleibt „Dirty Harry" ein gut gemachter Kriminalfilm, der auch heute noch fesseln kann und von der Präsenz des stets betont coolen und gegenüber Verbrechern beinharten Callahan lebt. Das man seine Vorgehensweisen nicht verteufeln mag, ist natürlich unterschwelliges Kalkül des Filmes, denn die Hilflosigkeit Callahans überträgt sich rasch auf den Zuschauer, der seine Methoden nur allzu gern billigt mangels alternativer Lösungen. Das Filmende überrascht in seiner Konsequenz dabei nicht wirklich, als es zum Showdown zwischen Cop und Verbrecher kommt...

Fazit: Gut gespielter Krimi mit intensiver Atmosphäre, auch heute noch eine Empfehlung.

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