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Inhalt:
San Francisco, die 70er. Inspector Harry Callahan jagt einen Scharfschützen, der wahllos Menschen eliminiert. Er fordert vom Bürgermeister der Stadt 100.000 $, der auch auf das Angebot eingeht. Für Calahan, der für seine meist grobst unkonventionellen Methoden bekannt ist, unverständlich, woraufhin er mit allen Mitteln versucht, den Schützen zu fassen.

Für die Entstehungszeit ungewöhlicher Thriller. Calahan ist ein Zyniker, der mit seiner Magnum nicht gerade zögerlich umgeht. Dazu immer mies gelaunt und nie um einen Spruch verlegen. Clint Eastwood scheint für die Rolle geboren worden zu sein. Doch auch sein Gegenspieler weiss zu überzeugen. Und dass die Thematik durchaus noch erschreckend aktuell ist, macht die Intensität des Filmes auch heute noch beeindruckend. Tiefsinnige Dialoge darf man nicht erwarten, darfür aber einige Szenen, die einem im Gedächtnis bleiben ("Du fragst dich jetzt sicher, ob von meinen sechs Kugeln noch eine übrig ist" etc.). Zwar mag man über die Darstellung der Selbstjustitz diskutieren können, muss aber dazu sagen, dass Calahan trotzdem Grenzen zieht. Die sind allerdings oft nicht im legalen Bereich.
Der Film besitzt eine dunkle Grundstimmungr, sei es jetzt auf's Licht oder auf die Figuren bezogen. Die Lockerheit und Schlaghosenfröhlichkeit findet man hier nich, eher einen Wegweiser des Actionfilms aus den 70ern, so wie "Bullit" einer wahr. Nur noch böser.
Die Musik von Lalo Shiffrin ist immer passend eingearbeitet; die Drumparts zusammen mit den Bildern kommen einfach nur cool rüber. Dazu bekommen wir noch etliche Schiessereien, Verfolgungsjagten und einen gut ausgearbeiteten Erzählfluss. Ma hält sich nicht gross mit Subplots auf; das Werk ist geradlinig und das ist gut so!

Fazit:
Politisch unkorrekt, zynisch und konsequent geht Calahan seinen Weg durch den Film. Die Inszenierung ist prima, die Musik cool und man erlebt Mr. Eastwood in einer seiner besten Rollen. 8,5/10

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