Review

Don Siegels "Dirty Harry" löste seinerzeit nicht nur Kontroversen bezüglich seiner tabusbrechender Darstellung polizeilicher Gewalt aus, sondern begründete zugleich ein neues Subgenre des Kriminalfilms: Den Copaction-Reisser.
Clint Eastwood verkörpert dabei als Harry Calahan einen neuen Typus des bis dato in Hollywood als makellos geltenden Großstadt-Polizisten: Dem Gesetz verpflichtend, es selbst jedoch im Gegenzug durchaus mit Füssen tretend. Jedes MIttel ist Recht, um das Unrecht zu ahnden.
Ein moralisch gewagtes Konzept, dem der überweltigende Erfolg, fortgesetzt mit vier weiteren "Dirty Harry"-Filmen, jedoch Recht geben sollte. In den Folgejahren unzählige Male kopiert, gelang es Don Siegels "Calahan", auch über mehr als 30 Jahre hinweg seine Attraktivität zu bewahren: Bis heute unerreicht ist der rauhe, unglaublich coole Charakter "Calahans", ebenso wie der sadistische, eine beinahe vollkommene Reinkarnation des absolut Bösen darstellenden Frauenkiller und die atmosphärisch überragende Inszenierung des Filmes. Zweifellos immer noch Referenzklasse, was Dramatik, stimmige Bilder und knisternde Spannung anbelangt!
Ja allein schon die tollen Schauplätze in und rund um San Francisco machen den Film sehenswert, weswegen ich "Dirty Harry" zum Pflichtprogramm eines jeden Cineasten erkläre. Ein richtungsweisender, überragend gespielter und auch sehr gewalttätiger Meilenstein des modernen Actionkinos!

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