"Das Leben des Brian" erzählt von Brian von Nazareth, der sein ganzes Leben in alle Fettnäpfchen tritt und nur an Sex denkt. Die Qualität hat sich insgesamt erheblich gesteigert, wenn man es dem Vorgänger-Film vergleicht. es wirkt alles kompakter und es kommt keine Langweile auf. Besonders schön sind die Mehrfachrollen der verschiedenen Pythons, wo man auch bermerkt, dass John Cleese das meiste Potenzial hat. Der Lebenslauf von Brian ist gut aufgebaut und ausgelegt für viele Albereien. Aber der Humor hat ganz offentsichtlich einen ernsten Kern (Im "Sinn des Lebens" ist der Kern der Gags etwas mehr versteckt). Die Gesellschaft wird nicht zu knapp durch den Kakao gezogen z. B. die Leichtgläubigkeit beim Messias; die Eitelkeit politischer Gruppierungen; Politikverdrossenheit oder die ständige Kritik an der vorherrschenden Regierung u. ä. ... Ich habe das ausführliche Skript des Films und daher weiß ich, dass es sogar noch eine Brise böser hätte werden können, denn das Suizid-Kommando am Ende wird angeführt von "Otto, the Nazirene" und wenn man bei dieser Szene auf ein Standbild geht (DVD-Zeitalter sei dank), sieht man wen er darstellen soll mit markantem Oberlippen-Bart und Haken-Stern auf dem Helm. Im Skript steht noch ein Dialog zwischen Otto und Brian, der es schon in sich hat, aber das kommt im Film nicht mehr vor. Nichts desto trotz es ist ein sehr lustiger Film, der sehr kurweilig ist und dieses Mal ist die Synchronarbeit sogar sehr gut und es macht genau soviel Spaß, den Film auf Englisch wie auf Deutsch zu schauen. Außerdem hat Eric Idle, der oft sehr lustige Lieder schreibt, dort sein Kultlied abgeliefert: "Always Look on The Bright Side of Life". Wer gerne eine Parodie auf Jesus' Leben sehen will, ist bei "Das Leben des Brian" bestens bedient, allerdings liegt der Film bei mit nur ganz knapp hinter meinem Lieblings-Python-Film "Der Sinn des Lebens".
"Chmeißt ihn zu Poden, das Chwein!"