Brian wird in derselben Nacht gebohren wie Jesus. Diese Tatsache macht sein Leben sicherlich noch nicht außergewöhnlich, doch tritt er zum jungen Mann herangewachsen der desorientierten Volksfront von Judäa bei. Diese verübt ein Attentat auf den Römer Pontius Pilatus, bei dem ungeahnte Schwierigkeiten auftreten. Brian wird von den Römern geschnappt und soll alsbald bestraft werden. Die Beine in die Hand nehmend, verhilft ihm eine Reihe von Zufällen zu einem unerwarteten und auch ungewollten Glück. Er avanciert zum Messias für die Judäer.
Die Geschichte klingt natürlich etwas trocken, wird aber an jeder erdenklichen Stelle vom typischen Monthy Phyton Humor erquickt. Dieser ist nur selten flach und schlägt sich vor allem in den abstrusen off-topic-Dialogen und der Ausreitzung diverser Minimalwitze nieder. Am meisten wird dann eigentlich auch "Ben Hur" persifliert, ohne aber vom Film abhängig zu werden.
Die Leute von Monthy Phyton machen ihre Sache dabei wirklich gut und spielen ihre zahlreichen Mehrfachbesetzungen mit aller Hingabe. John Cleese und Co. macht es wirklich ungeheuren Spaß zuzusehen, was nicht zuletzt an ihrer Kreativität liegt.
Dass der Streifen wie bei einem Sandalenfilm üblich in ein monotones gelb-braun getunkt ist, schmeichelt dem Auge nicht, ist aber zumindest authentisch. Auch etwas negativ zu bewerten sind einige Längen gegen Ende hin. Die Musik ist dabei auch eher charakterlos, schafft es aber noch gerade so, den wichtigen Szenen einen Hauch mehr Charisma zu verleihen. Darüber hinaus sind die Kameraperspektiven uninspiriert und am ehesten als zweckdienlich zu beurteilen. Mehr Alternanz hätte es schon sein dürfen...
Trotzdem ist "Das Leben des Brian" sehr unterhaltsame Kost, der nichts heilig ist und die ein paar tolle Witze zu bieten hat.