Brian wird am Heiligen Abend in Bethlehem nur eine Tür entfernt von Jesus Christus geboren, zunächst sogar von den Heiligen Drei Königen mit selbigem verwechselt. Seine Mutter ist von dem ungebetenen Besuch gar nicht erfreut: "Sagt mal, Jungs, wollt ihr mich vielleicht verarschen ? Ihr seid wohl besoffen, hier mitten in der Nacht einfach reinzuschneien", so ihre Reaktion.
Nur der erste von unzähligen unvergesslichen Gags dieses Monty-Pyton-Kultfilms, die in unnachahmlich respektloser Art ihre ganz eigene Interpretation des Neuen Testaments auf Zelluloid gebannt haben. Ohne Jesus persönlich in den Mittelpunkt zu rücken wird die Geschichte von Brian mit vielen grotesken Einfällen und einigen bitterbösen Seitenhieben auf religiösen Fanatismus und diversen politischen Themen erzählt. Da einige dieser Aspekte auch heute noch sehr aktuell sind, ist der Film selbst 2004 noch als Satire tauglich.
Doch den wirklichen Kernpunkt machen hier eindeutig die herrlich überdrehten Charaktere und die verrückten Gags aus - mein persönlicher Favorit ist bleibt Michael Palin als Pontius Pilatus, der römische Stadthalter mit dem markanten Sprachfehler ("Dieser CHelm ist ein WiderPorst"). Einzigartig, genial, unerreicht!!
Positiv anzumerken ist auch, dass "Das Leben des Brian" zu keiner Sekunde langatmig wird, ein Manko, dass man dem ebenfalls genialen "Ritter der Kokonuss" leider anlasten muss. Hier hangeln sich die Darsteller pausenlos von einem verrückten Szenario ins nächste, bis schlussendlich die Kreuzigung wartet, die auch noch ausführlich besungen wird - ein Hochgenuss.
Weitere Ausführungen spare ich mir an dieser Stelle, denn dieser Klassiker gehört zu jenen Filmen, bei denen man auch nach 30maligem Ansehen noch einen Lacher übrig hat und dessen berühmteste Zitate bereits ihren festen Platz im Sprachgebrauch vieler Fans gefunden haben.
Unvergesslicher, zeitloser Humor erster Güte.
10/10