Review

Diese Review enthält Spoiler

Irgendwie ist es immerwieder das selbe bei Filmen die sich mit dem Thema Sport beschäftigen... Da gibts den Sportler, oder das Team was gnadenlos niedergemacht wird und verliert und verliert. Bis dann der Erretter kommt, eine neue Perspektive aufzeigt, hart trainiert um dann am Ende die "Loser" zu den siegreichen Helden zu machen.
Solch ein Film ist auch der 1996 entstandene "Eddie".
Die von Steve Rash gedrehte Komödie verwebt komödiantische Elemente mit dem zuvor beschriebenen Sportfilm Standardplot.

Die Mitdreizigerin Eddie ( Whoopie Goldberg) lebt für ihren Sportverein die New York Knicks. Wenn Sie nicht auf ihrem Stammplatz im Stadion sitzt, kommentiert die für einen Limousinendienst arbeitende Frau die Spiele vorm Fernseher aus, fürs Radio. Auch von der anhaltenden Niederlagenserie ihres Teams lässt sie sich nicht unterkriegen.
Als das Team mit Wild Bild Burgess ( Frank Langella) einen neuen Besitzer bekommt, bietet sich für Eddie eine unglaubliche Chance. Sie darf bei einem Spiel ihrer geliebten Knicks als Ehrencoach mit auf der Trainerbank sitzen. Doch das ist erst der Anfang...
Denn als sie dort einen bleibenden Eindruck hinterlässt wird sie kurzerhand zum Chefcoach ernannt...

Steve Rash der in den letzten Jahren durch eher maue Filme wie z.B. einen "American Pie" ableger und zwei "Girls United" Streifen weniger aufgefallen sein dürfte hat mit "Eddie" sicherlich seinen bekanntesten Film abgeliefert, welcher durch den Prominenten Namen der New York Knicks zusätzlich für Bekanntheit gesorgt hat.
 
Leider ist dieser aber auch kein komödiantisches Meisterwerk geworden.
Der Film krank viel zu sehr an seiner Vorhersehbarkeit, den Klischees und Gags die nur selten zünden.

So übernimmt die unerfahrene Eddie ein NBA Team ( das dies natürlich niemals in der Realität passieren würde dürfte wohl klar sein und lass ich auch mal so stehen) voller Klischeebehafteter Charaktere. Da wären der Russe, der die Sprache nicht spricht, der überbezahlte Topstar der sich für den größten hält, einer der sich nur um Werbeauftritte kümmert und ein alternder Star.
Die werden natürlich wiedermal an die Tugenden errinert und zurecht geformt bis sie wieder gut sind...
Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich so etwas in Filmen dieser Art schon gesehen habe.
Hier wären etwas facettenreichere Charaktere sicherlich wünschenswert gewesen.

Der Filmgucker darf dann im weiteren Verlauf sehen, wie Eddie erstmal von den Medien fertig gemacht um dann doch beliebt zu werden...
wie das Team in einem natürlich unglaublich knappen Endspiel steht...
Und so weiter und sofort bis die Klischees alle abgedeckt sind.

Neben diesen Schwächen hat der Film aber auch seine guten Sachen.
Da wären zum einen die wirklich gut gehaltenen Basketballszenen die durch Realismus glänzen. Hier werden keine übertriebenen Dunks oder sonstiges gezeigt.
Unterstützt wird das ganze durch die wirklich gute Kulisse. Hier feiern echte Fans, während gedreht wurde.

Desweiteren darf man sich über so manche Cameos von echten Basketballspielern freuen. Während das Hauptteam des Films aus Schauspielern besteht. SInd die gegnerischen Manschaften mit richtgen Spielern vor ort. Dennis Rodman, Vlade Divac oder Tyrone Bogues sind nur drei davon.

Darstellerisch gibts Standartware geboten und neben Goldberg stehen noch Frank Langella, Richard Jenkins und Dennis Farina vor der Kamera.

Fazit:
Ein mal anschauen reicht. Für Basketballfans sicherlich interessant. Der Rest  kann diesen typischen 90er Jahre Sportkomödienfilm ruhig übergehen.
5 Punkte

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