kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 20.07.2009
Der Archetyp von Lynchs künstlerischem Schaffen. Eine Arbeit mit potenzieller Filmstudenten-Attitüde, die aber reine Illusion bleibt. Im Vergleich mit späteren Werken arbeitet David Lynch deutlich exploitativer, was ihn mit einem anderen David verbindet (dem Cronenberg nämlich). Das mutierte Baby erzeugt körperlichen Ekel und provoziert teilweise Schocks, vereint in seiner Alptraumgestalt aber auch den Bezug zur Realität, der Lynchs Filme erst so grausig erscheinen lässt. Das Motiv des Filmes ist ein ganz einfaches, es geht bloß um die Flucht eines Familienvaters aus dem Käfig der Industrialisierung und seiner familiären Fesseln. Diese Motive symbolisiert Lynch aber mit ungeheurem Einfallsreichtum.
Unvergesslich bleibt die merkwürdige Himmelsvertreterin mit ihren geschwollenen Pausbacken, ihren vertraulichen Rehaugen und dem lieblichen "In Heaven Everything Is Fine"-Gesang. Aber auch das entwaffnende Gesicht von Protagonist Spencer und seinem strubbeligen Haupthaar, mit dem zusammen sich jede Pore auf dem Nacken zu einer Gänsehaut aufrichtet.
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