Review

Ohne jeden Zweifel gilt George Orwells zeitloser dystopischer Roman "1984" als absoluter Meilenstein der Literatur, der leider nichts von seiner Brisanz und Aktualität verloren hat.

Grund genug eine Verfilmung zu drehen, die dem Roman Würde trägt, dachte man sich wohl im Orwell-Jahre 1984, denn obwohl er davor mehrmals verfilmt wurde, erreichte keine der vorherigen Verfilmungen die Qualität des Buches, weil diese - insb. jene von 1956 - recht lose auf ihm basierten und viele Details des totalitären Staates Ozeanien unterschlugen.

Ganz anders die Verfilmung von 1984 mit John Hurt in der Hauptrolle als Winston und Richard Burton als Parteifunktionär O'Brien, die von der Kritik vor allem deshalb gelobt wurde, weil sie recht nahe an der Vorlage arbeitet. Das ganze Ausmaß totaler staatlicher Überwachung, Bevormundung und Gedankenkontrolle wird - vor allem für einen Fernsehfilm, als der diese Verfilmung produziert wurde - sehr gut und beklemmend deutlich und vor allem Winstons "Umerziehung" am Ende ist nichts für schwache Nerven.

Nicht nur für Freunde des Buches ein spannender und düsterer SF-Film, der von sehr starken Schauspielern und einer in jeder Szene deutlich werdenden Unheimlichkeit jener dystopischen Zukunftsvision getragen wird, die den Roman zum unsterblichen Klassiker werden ließ!

Details
Ähnliche Filme