Review

Rote Farbe auf grünem Grund


Eine Art „Wrong Turn“-Vorläufer. Eine schnellschüssige Mischung aus „Texas Chainsaw Massacre“ und „Deliverance“ - nur cashgrabbig as cashgrabbig goes! „Don't Go In The Woods (Alone)“ ist ein Backwood-Knicklicht voller Mängel und unfreiwilliger Komik - jedoch auch gerade deswegen mit etwas Spaß und Charme und fast kindlicher Unschuld?!

Ein paar Camper werden von einem barbarischen Hillbilly ohne Manieren, Worte oder Gewissensbisse gejagt und gemetzelt - mehr ist hier nicht zu sehen. Ein nervtötender, fast schon experimenteller Score ist noch auffällig zu hören. Und das Blut leuchtet wirklich strahlend rot, das Grün wirkt ebenfalls fast comicartig hell. Die letzten Bilder sind schön augenzwinkernd böse und allgemein ist das schon irgendwie aufs Allernötigste runtergebrochen. Wem das reicht, der darf einen Blick riskieren... Nur bitte absolut keinen Klassiker erwarten! Vor allem in Sachen Figurenzeichung, „Nebenplots“, Regie und Schnitt ist das definitiv schon unterste Schublade, wirr und unbrauchbar, sodass man das mit ein paar Freunden und etwas Farbe im Wald fast sicher sehr flott wesentlich besser hinkriegen kann. Damals wie heute. 

Fazit: die Grundsteine für einen cheesy Wald-und-Wiesen-Slasher wären da gewesen - doch im Endeffekt gibt es nur einen blanken Trashschlitzer in Reinform, der nie auch nur ansatzweise ernst zu nehmen ist und der noch weniger als einen Dreck auf Figuren und Geschichte legt. Das ist wirklich auffällig lieblos hingerotzt. Lieber nochmal „Just Before Dawn“ gucken, der ähnlich angelegt ist, jedoch fast alles richtig macht was hier falsch gemacht wird. Zum Schmunzeln, nicht allzu oft zum Ärgern - aber auch alles andere als ein Gewinn für die Sammlung. Knapp vor madig. 

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