Ausflug in das Grauen ist ein Paradebeispiel für belanglosen 08/15-Backwoods-Horror. Die dünne Handlung dreht sich um vier Camper, die in den Bergen von einem bösen „Mountain Man“ verfolgt und nach und nach dezimiert werden – innovativ war das selbst damals schon nicht mehr.
Da die Story kaum Stoff für die ohnehin kurzen 80 Minuten liefert, werden zahlreiche Mini-Rollen eingeschoben, offenbar nur mit dem Ziel, den Bodycount künstlich in die Höhe zu treiben. Spannung kommt dabei zu keiner Zeit auf. Der billige, aufdringliche Score nervt mehr, als dass er Atmosphäre erzeugt, und die Darsteller bleiben durchweg blass und ohne jede Charakterisierung. Entsprechend egal ist es dem Zuschauer, wer als Nächstes ins Gras beißt.
Die Mordsequenzen fallen stellenweise zwar recht blutig und teils sogar sadistisch aus, wirken in ihrer Inszenierung jedoch simpel und einfallslos. Vermutlich liegt genau hier auch der Grund für das frühere Verbot in Deutschland: Eine praktisch nicht vorhandene Handlung dient lediglich als Alibi, um möglichst viel Mord und Totschlag aneinanderzureihen.
So bleibt unterm Strich ein eher schwacher Slasher, der weder Spannung noch erzählerischen Mehrwert bietet und höchstens für hartgesottene Komplettisten des Exploitation-Kinos interessant sein dürfte.