Ruhiger, fast schon epischer Kinosstoff. Eine gelungene Verfilmung und typisch Stephen King. Das Grauen lauert unter der Oberfläche, wie auch das erste Bild eindrucksvoll demonstriert.
Anfangs etwas lahm und nicht ganz so unterhaltsam steigert sich der Film zu einem guten Schluß. Aber keine frühen Lorbeeren: Alles ist ein bisschen vorhersehbar und einfach. Es gibt keine wirklichen Überraschungen und das Ende ist leider sehr pathetisch, obwohl Kathy Bates die ganze Zeit tapfer gegen jede Pathetik anspielt.
Gelungen an dieser Großproduktion ist die Kameraarbeit. Es wird viele mit Filtern und Farbstimmungen gerarbeitet, so ist das Haus der Dolores in ein kaltes Blau getaucht. Nicht schlecht. Und der Höhepunkt bei der Sonnenfinsternis ist grandios fotographiert. Die Idee mit der Sonnenfinsternis ist sowieso typisch King. Man kann ihn nur bewundern, für seine Fähigkeit, so lebensechte Charaktere zu schaffen. Die beste Szene für mich war die, wo sich die Gewalt des Mannes offenbart, leider folgten diesem Shocker wenige ähnliche Szenen.
Dafür sind die Schauspieler aber alle toll, besonders Kathy Bates ist mal wieder grandios. Man kriegt echt Bock sich gleich nochmal Misery anzugucken. Also eine Empfehlung für Leute die Green Mile etc. von King mögen. Ach ja und der größte Minuspunkt: das ist wohl eher ein Frauenfilm, also es gibt keine hübschen Ladies, sonderen nur depressive, ausgebeutete Mörderinnen. Also ein Film ganz ohne Sex. Sehr mutig.