Review

Der Stuhlgang

Ähnlich wie „Prison“ oder „Shocker“, nur ohne diese auch nur annähernd zu erreichen, erzählt „The Chair“ klassischen Gefängnishorror mit einem Schuss Humor, über Insassen und Leitung, deren böseste Träume in Erfüllung zu gehen scheinen - und die handeln nicht nur von Giftspritzen oder elektrischen Stühlen, da vor allem ein einst auf den elektrischen Stuhl gesetzter Schwerverbrecher scheinbar zurück ist und aus dem Jenseits Rache geschworen hat…

Einer flog über's Unfugsnest

„The Chair“ weiß nicht, ob er jetzt Horrorfilm a la „Nightmare On Elm Street 3“ oder sogar whacky Komödie sein will, die spezielle Knastis auslacht. Beides eher unsympathisch. Ich weiß jedenfalls, was für ein Kackfilm einem hier vorgesetzt wird. Reif für die VHS-Presse. Kräht zurecht kein Hahn mehr nach. Cover und Idee versprechen viel zu viel, im Grunde ist’s nur ein konfuses TV-Filmchen mit einem Setting, einer Idee, keinem Kniff. Und dann ist allen Beteiligten während des Drehs eingefallen, dass man ja gar nicht die Mittel für sowas wie „Shocker“ hat. Der eigentlich auch recht mäßig ist, gegen diesen Bodensatz jedoch ausschaut wie ein Meisterwerk. Bei „The Chair“ langt's in keinem Bereich, weder Spuk noch Humor, weder Darsteller noch Schocks, weder Fantasie noch Realität. Ein Werk, dem man allein für seine eigene Erlösung den Gnadenschuss gönnt. Grottig. Dieser Seite der 80er trauert keiner nach. Kopieren und alle eigenen Schwächen ignorieren. Nein, funktioniert nicht. Selbst wenn Jesus Zimmermann geblieben wäre - diesen Stuhl hätte selbst er nicht reparieren können! 

Fazit: nicht elektrisierend, sondern total einschläfernd - „The Chair“ (1988) ist ein obskurer und unentschiedener Langweiler vor dem Herrn. Eine der schlechteren Facetten des 80er-„Horrors“. Lame! 

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